Holz im Badezimmer schafft Wärme und eine natürliche Optik im Nassbereich. Richtig eingesetzt wirkt Holz sowohl als Möbelstück wie Waschtisch und Unterschrank als auch als Wand- oder Bodenbelag sehr angenehm.
Wichtig ist die Wahl geeigneter Holzprodukte und ein konsequenter Holzschutz vor Feuchtigkeit. „Wasserfest“ ist kein realistischer Zustand: jedes Holz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab.
Entscheidend sind Dichte, Zellstruktur und die passende Oberflächenbehandlung. Harthölzer und „ruhige“ Hölzer, etwa bestimmte Tropenhölzer oder dichte heimische Arten, bieten von Natur aus besseren Holzfeuchteschutz im Bad.
Bei Tropenhölzern ist auf nachhaltige Herkunft wie FSC oder PEFC zu achten. Kombiniert mit regelmäßiger Pflege und gutem Feuchtigkeitsmanagement halten Holzböden im Bad und andere Holzteile langfristig stand.
Warum Holz im Badezimmer Atmosphäre schafft und welche Voraussetzungen gelten
Holz im Badezimmer kann Wärme und Natürlichkeit in einen sonst kühlen Raum bringen. Farbton und Maserung schaffen einen wohnlichen Kontrast zu Fliesen und Keramik. Eine gezielt eingesetzte Holzoptik im Nassbereich erzeugt eine fast saunaähnliche Stimmung, ohne aufwendige Umbauten.

Die atmungsaktive Struktur von Holz sorgt für ein spürbar angenehmeres Raumklima. Holz nimmt kurzfristig Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Dieses Verhalten glättet Spitzen bei der Luftfeuchte und verbessert das Wohlbefinden, solange die Belastung moderat bleibt.
Technische Voraussetzungen sind entscheidend für dauerhafte Nutzung. Gute Belüftung, wie Stoßlüften oder eine elektrische Abluftanlage, verhindert Dauerfeuchte. Ein leistungsfähiger Badlüfter unterstützt den Holzfeuchteschutz im Bad deutlich und reduziert Schimmelrisiken.
Die Kombination von Materialwahl und Lüftung ist wichtig für langfristige Stabilität. Unbehandelte oder falsch verbaute Holzelemente trocknen langsamer und können quellen, sich verziehen oder befallen werden. Daher empfiehlt es sich, sofortiges Abtrocknen nach Nasskontakt mit einer geeigneten Oberflächenbehandlung zu verbinden.
Praxisnahe Gestaltung nutzt Holz gezielt in Bereichen mit geringer Dauerfeuchte und ergänzt es durch pflegeleichte Flächen dort, wo viel Spritzwasser anfällt. So bleibt die Holzoptik im Nassbereich erhalten und der Holzfeuchteschutz im Bad funktioniert zuverlässig.
Holzarten, die sich für Feuchträume eignen
Für Badezimmer kommen nur Holzarten infrage, die Feuchtigkeit und wechselnde Temperaturen vertragen. Die Wahl beeinflusst Haltbarkeit, Pflegeaufwand und Optik. Nachfolgend finden Sie typische Kandidaten und wichtige Hinweise zur Nutzung in Feuchträumen.
Tropenhölzer zeichnen sich durch natürliche Öligkeit und hohe Abriebfestigkeit aus. Teak im Bad ist wegen seiner Öle besonders beliebt. Iroko und Merbau bieten ähnliche Vorteile und werden häufig für Bereiche mit Spritzwasser eingesetzt.
- Vorteile: Wasserabweisend, langlebig, hohe Dichte.
- Pflege: Regelmäßiges Ölen verhindert Vergrauung und erhält die Oberfläche.
- Nachhaltigkeit: Auf FSC- oder PEFC-Zertifikate achten.
Heimische Hölzer sind eine nachhaltige Alternative mit guter Widerstandsfähigkeit. Eiche Lärche Robinie stehen für hohe Rohdichte und Resistenz gegenüber Feuchtewechseln. Robinie gilt als besonders hart und langlebig.
- Eiche: robust, formstabil, benötigt Oberflächenschutz.
- Lärche: harzreicher Kern, naturnahe Optik, guter Feuchtewiderstand.
- Robinie: sehr hart, heimische Alternative zu tropischen Hölzern.
Bambus und Thermoholz gelten als technisch optimierte Werkstoffe. Bambus Badezimmer-Elemente sind leicht, formstabil und zeigen geringes Quell- und Schwindverhalten.
Thermoholz entsteht durch Hitzebehandlung und bietet bessere Formstabilität. Durch die Modifikation sinken Wasseraufnahme und Fäulnisanfälligkeit, was Thermoholz zu einer guten Wahl für Feuchträume macht.
- Bambus: kein echtes Holz, sehr feuchtigkeitsresistent und geeignet für Möbel und Waschtische.
- Thermoholz: reduziertes Quellverhalten, höhere Dauerhaftigkeit, verbesserte Schimmelresistenz.
Einige Holzarten sind problematisch. Kempas oder Jatoba können Farbstoffe abgeben. Weichhölzer wie Kiefer und Fichte neigen bei langer Feuchte zu Schimmel und Flecken. Diese Arten sollten in Nasszonen gemieden werden.
Holz im Badezimmer: geeignete Produkte und Schutz vor Feuchtigkeit
Holz verleiht dem Bad Wärme und Charakter. Bei richtiger Auswahl und Pflege eignen sich geeignete Holzprodukte für viele Bereiche. Entscheidend sind Holzart, Oberflächenbehandlung und die Platzierung der Teile.
Geeignete Möbelstücke: Waschtische, Unterschränke, Regale
Massivholz-Waschtische aus Teak, Eiche oder Nussbaum halten langfristig, wenn sie geölt oder mit Hartwachsöl behandelt sind. Unterschränke sollten erhöhte Füße oder eine geringe Bodenfreiheit haben, um stehendes Wasser zu vermeiden.
Offene Regale aus Kernesche oder Robinie arbeiten gut in gut belüfteten Bädern. Für stark beanspruchte Stellen bieten lackierte Flächen mit Bootslack Schutz. Solche Flächen vertragen häufigeres Reinigen, bei Beschädigung ist aber eine schnelle Nachbehandlung nötig.
Bauteile und Verkleidungen: Wandverkleidung, Decken, Holzböden
Holz an Wänden und Decken schafft ein natürliches Raumgefühl. Verkleidungen benötigen Bewegungsfugen und ausreichend Abstand zur Nasszone. Belüftung verhindert Feuchteansammlungen hinter der Verkleidung.
Holzböden im Bad sind möglich, wenn Lärche oder Teak mit geeigneter Sperre und einer fachgerechten Verlegung kombiniert werden. Auf Fußbodenheizungen achten, das Material kann sich je nach Feuchte ändern.
Material-Kombinationen: Holz mit Stein, Glas oder Fliesen
Holz harmoniert gut mit Naturstein, Glas und Fliesen. Fliesenzonen in direkten Nassbereichen schützen das Holz und schaffen funktionale Übergänge. Solche Material-Kombinationen bieten ästhetische Kontraste und erhöhen die Langlebigkeit der Einrichtung.
Praktisch ist eine Kombination geölter Holzmöbel Badezimmer mit Fliesen an Duschecken. Bei Kontakt mit Chemikalien wie Nagellackentferner oder Haarfärbemitteln ist umgehendes Abwischen wichtig, um Schäden am Holzlack im Badezimmer oder an geölten Oberflächen zu vermeiden.
- Vermeiden Sie stehendes Wasser auf horizontalen Flächen.
- Wischen Sie Spritzwasser sofort ab.
- Wählen Sie für stark beanspruchte Stellen lackierte oder bootlackierte Flächen.
Schutzzonen im Bad und welche Holzprodukte wo eingesetzt werden sollten
Die Zoneneinteilung im Bad hilft bei der Entscheidung, welches Holz wo sinnvoll ist. Schutzzonen Bad definiert Bereiche mit unterschiedlicher Feuchtigkeitsbelastung. Diese Aufteilung erleichtert die Planung von Holz im Badezimmer und die Umsetzung von Holzfeuchteschutz im Bad.
Zone 0 und 1: direkte Nassbereiche und empfohlene Hölzer
Zone 0 umfasst Innenbereiche von Duschtassen und Wannen. Zone 1 reicht direkt darüber und an angrenzenden Wänden bis etwa 2,25 m Höhe. In diesen Zonen ist Vorsicht geboten.
Nur sehr widerstandsfähige Hölzer wie Teak oder speziell behandelte Tropenhölzer sind hier geeignet. Elektrische und feuchtegeprüfte Bauteile sind zu bevorzugen. Selbst bei robusten Hölzern bleibt die Empfehlung zurückhaltend, weil ständige Nassheit zu Schäden führt.
Zone 2: Spritzwasserbereiche und erforderliche Oberflächenbehandlung
Zone 2 liegt außerhalb der direkten Nassbereiche, typischerweise bis 60 cm über der Dusche oder Wanne. Hier trifft regelmäßig Spritzwasser ein.
Behandelte Harthölzer wie Eiche, Lärche oder thermisch modifiziertes Holz funktionieren gut, wenn Öl‑ oder Lackschutz angewendet wird. Regelmäßige Wartung und Nachbehandlung, etwa Nachölen ein- bis zweimal jährlich, sichern den Holzfeuchteschutz im Bad.
Zone 3: trockene Bereiche und Gestaltungsspielräume
Zone 3 umfasst die trockenen Bereiche außerhalb unmittelbarer Spritzwasserzone. Dort sind furnierte Platten, Dekorplatten und eine größere Auswahl an Massivholz möglich.
Trotz größerer Freiheit sollten Temperatur- und Feuchtigkeitswechsel berücksichtigt werden. Kombinierte Lösungen mit Fliesen oder Verbundmaterialien in Übergangsbereichen sind sinnvoll. Bei Verkleidungen empfiehlt sich ein luftiger Aufbau, damit Holz im Badezimmer atmen kann.
- Planungstipp 1: Bereichsweise Materialwahl und klare Trennung zwischen nassen und trockenen Zonen.
- Planungstipp 2: Kombination aus Holz und Fliese in Zone 0/1 für Langzeitschutz.
- Planungstipp 3: Wartungsintervalle festlegen, Nachölung 1–3×/Jahr je nach Holzart.
Oberflächenbehandlungen für dauerhaften Holzschutz vor Feuchtigkeit
Für Holz im Bad ist die richtige Oberfläche entscheidend. Wer auf lange Sicht Schäden vermeiden will, sollte die Vor- und Nachteile von Ölen, Lacken und anderen Beschichtungen kennen. Die Wahl beeinflusst die Holzpflege bei hoher Luftfeuchtigkeit und den allgemeinen Holzschutz vor Feuchtigkeit.
Ölen und Hartwachsöl dringen in die Holzfasern ein und erhalten die natürliche Atmungsaktivität. Durch das Öl wird das Eindringen von Wasser erschwert, ohne die Dampfdiffusion stark zu blockieren. Hartwachsöl bietet zusätzlichen Verschleißschutz und eignet sich für Möbel und Waschtischunterschränke.
- Vorteil: natürliche Optik bleibt erhalten.
- Pflege: leicht anschleifen und nachölen etwa 1–2 Mal jährlich bei normaler Nutzung.
- Hinweis: stark beanspruchte Flächen schneller nachbehandeln.
Lacke und Bootslack bilden eine dichte Versiegelung auf der Oberfläche. Für stark beanspruchte Stellen ist Bootslack wegen der hohen Widerstandsfähigkeit geeignet. Solche Schichten schützen sehr gut vor Spritzwasser, bergen aber ein Risiko, wenn Risse oder Ablösungen entstehen.
- Risiko: eingeschlossene Feuchte kann zu Schimmelbildung und Abplatzungen führen.
- Tipp: Beschädigungen im Lack umgehend reparieren, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
- Beachtet: bereits geölte Flächen sind schwer zu überlackieren wegen Haftungsproblemen.
Wachsen und Seifenbehandlungen erhalten die Haptik und wirken wasserabweisend. Die skandinavische Seifenbehandlung ist beliebt für Wandverkleidungen und weniger beanspruchte Böden. Regelmäßiges Erneuern ist Pflicht, da die Schutzwirkung nachlässt.
- Wachs: gute Haptik, moderate Abweisung gegen Wasser.
- Seife: pflegend für vertikale Flächen, weniger robust bei Fußbodenbelastung.
- Pflegeintervall: häufiger als bei lackierten oder geölten Flächen.
Alternative Beschichtungen wie Glasrückwände, Folien oder Melaminbeschichtungen bieten hohen Schutz für Platten. Furnierte Platten brauchen einen sensiblen Umgang, Span- und MDF-Platten müssen mit wasserfestem Leim verarbeitet werden, um langfristigen Holzfeuchteschutz im Bad zu gewährleisten.
- Bei Holzlack im Badezimmer: stets auf vollständige Haftung und intakte Schicht achten.
- Stehende Nässe vermeiden, da sie alle Systeme belastet.
- Reiniger: milde, pH-neutrale Lösungen nutzen, keine alkoholhaltigen oder ätzenden Mittel.
Regelmäßige Kontrolle und schnelle Reparaturen verlängern die Lebensdauer. Mit der passenden Oberflächenbehandlung lässt sich die Holzpflege bei hoher Luftfeuchtigkeit vereinfachen und der langfristige Holzschutz vor Feuchtigkeit sichern.
Verlegen und Einbau von Holzböden im Bad
Holzböden im Bad verlangen sorgfältige Planung und präzise Ausführung. Vor dem Verlegen prüfen Handwerker den Untergrund auf Trockenheit, Ebenheit und Tragfähigkeit. Nur so lässt sich langfristig Feuchtigkeitsschäden vermeiden.
Untergrund und Dampfsperre sind entscheidend. Eine geeignete Dampfsperre Holzboden schützt die Konstruktion vor aufsteigender oder seitlicher Feuchtigkeit. Auf Estrich mit Restfeuchte kommt eine Dampfbremse, Trittschalldämmung und dann das Parkett- oder Mehrschichtsystem.
Planen Sie Dehnungsfugen ein, damit das Holz arbeiten kann. Wandanschlüsse benötigen Abstand zur Wand; Sockelleisten dürfen die Fuge nicht verklemmen. Belüftung unter schwimmend verlegten Dielen vermeidet Stauwärme und Feuchtenester.
Verlegemuster beeinflussen Stabilität und Optik. Schiffsboden, Fischgrät oder gerade Lamellen sind möglich. Bei Fußbodenheizung ist die Auswahl von Direktverlege- oder mehrschichtigem Parkett wichtig. Herstellerangaben zur maximalen Oberflächentemperatur sind verbindlich.
Holzpflege bei Fußbodenheizung unterscheidet sich je nach Oberfläche. Geölte Böden brauchen regelmäßige Nachpflege; lackierte Flächen sind robuster, zeigen aber Beschädigungen deutlicher. Prüfen Sie Intervalle für Nachölungen entsprechend der Nutzung.
- Untergrund: trocken, eben, tragfähig
- Dampfsperre Holzboden: fachgerecht verlegen und anschließen
- Dehnungsfugen: an allen Wandanschlüssen und bei Türdurchgängen
- Belüftung: Hinterlüftung vermeiden, kontrollierte Luftzirkulation gewährleisten
- Fußbodenheizung: geeignete Parkettklasse und Temperaturbegrenzung beachten
Regelmäßige Sichtkontrollen helfen, Undichtigkeiten früh zu erkennen. Verschüttetes Wasser sofort abtrocknen und Anschlussfugen prüfen. So bleibt der Komfort von Holzböden im Bad lange erhalten.
Pflege und Reinigung von Holzmöbeln im Badezimmer
Holz bringt Wärme ins Bad. Richtig gepflegt bleibt die Oberfläche lange schön und funktional. Die Pflege von Holzmöbeln im Badezimmer erfordert regelmäßiges Handeln, passende Reinigungsmittel und schnelles Reagieren bei Schäden.
Regelmäßiges Nachölen und Nachwachsen sorgt für dauerhaften Schutz. Geölte oder gewachste Flächen sollten je nach Nutzung ein- bis dreimal pro Jahr nachbehandelt werden. Vorgehen: leicht anschleifen, Staub entfernen, dünn ölen oder wachsen und überschüssiges Produkt abnehmen. Hartwachsöle bieten robusten Schutz gegen Feuchtigkeit und sind für stark genutzte Waschtischunterschränke geeignet.
Reinigungsmittel und Reinigungsmethoden haben großen Einfluss auf die Lebensdauer. Verwenden Sie milde Reiniger oder spezielle Holzreiniger. Vermeiden Sie alkoholhaltige, ätzende oder scheuernde Mittel sowie Scheuerschwämme. Bei stärkeren Verschmutzungen helfen lauwarmes Wasser und fettende Holzseife. Ein sanfter Mikrofaserlappen schont das Finish.
Für Holzpflege bei hoher Luftfeuchtigkeit gilt: Abstand zur stehenden Nässe halten. Spritzer sofort abwischen, um Aufquellen und Schimmel vorzubeugen. Nutzen Sie bei Furnierplatten Schutzkanten und prüfen Sie Kanten von Span- oder MDF-Platten, ob sie mit wasserfestem Leim gefertigt sind.
Umgang mit Flecken, stehender Nässe und Beschädigungen erfordert schnelles Handeln. Frische Flecken mit lauwarmem Wasser und milder Seife behandeln. Tiefe Beschädigungen lassen sich durch Abschleifen und Neubeschichtung beheben. Stehendes Wasser vermeiden, weil es Aufquellen und Schimmel begünstigt.
Chemikalien wie Rasierschaum, Haarfärbemittel oder Nagellackentferner können dauerhafte Schäden verursachen. Entfernen Sie solche Rückstände sofort und prüfen Sie die Oberfläche auf Verfärbungen. Für stark beanspruchte Flächen ist ein geeigneter Holzlack im Badezimmer eine Option, wenn eine dichte Versiegelung gewünscht wird. Beachten Sie, dass Beschädigungen bei lackierten Flächen auffälliger sind und dann lokal nachgearbeitet werden müssen.
- Intervall: 1–3× jährlich nachölen oder wachsen.
- Reinigung: milde Reiniger, lauwarmes Wasser, Holzseife.
- Sofortmaßnahmen: Spritzer abwischen, stehendes Wasser vermeiden.
- Schutz: Hartwachsöl für robuste Flächen, Holzlack im Badezimmer für dichte Versiegelung.
Praktische Tipps helfen im Alltag. Legen Sie bei intensiv genutzten Bereichen Untersetzer oder Ablagen aus Kunststoff ein. Kontrollieren Sie regelmäßig Fugen, Kanten und Verbindungen. Eine konsequente Holzpflege bei hoher Luftfeuchtigkeit verlängert die Nutzungsdauer und erhält die natürliche Optik der Möbel.
Feuchtigkeitsmanagement und präventive Maßnahmen gegen Schimmel
Holz im Badezimmer verlangt gezielte Maßnahmen, damit es lange schön und funktional bleibt. Richtige Planung, schnelle Reaktion bei Wasserkontakt und konsequente Lüftung reduzieren das Risiko von Schimmel und Dauerfeuchte.
Richtig lüften Bad ist die Basis eines gesunden Raumklimas. Nach dem Duschen kurz und kräftig stoßlüften. Elektrische Abluftanlagen oder Badlüfter senken die Restfeuchte spürbar und schaffen regelmäßige Trocknungszyklen für Holzoberflächen.
Bei größeren Feuchtemengen sofort handeln. Oberflächen sofort mit einem saugfähigen Tuch abtrocknen. Bei Wasserschäden so schnell wie möglich mit einem Bautrockner arbeiten, damit das Holz vollständig durchtrocknet, bevor eine Nachbehandlung erfolgt.
Materialwahl und Planung verhindern langfristige Ansammlungen von Feuchte. Zonengerechte Auswahl bevorzugt thermisch modifiziertes Holz oder Tropenhölzer in feuchteren Bereichen. Furnierte Platten und Dekorwerkstoffe bleiben in trockenen Zonen.
Konstruieren Sie hinterlüftete Aufbauten und prüfen Sie Dampfsperren sorgfältig. Solche Lösungen reduzieren die Gefahr eingeschlossener Feuchte unter Versiegelungen und minimieren Schimmelrisiken.
- Regelmäßig Anschlüsse und Lackschichten kontrollieren, Risse sofort ausbessern.
- Staunässe vermeiden, Wasserabläufe frei halten.
- Bei Neubau konstruktiven Feuchteschutz direkt einplanen.
Für Holzfeuchteschutz im Bad gilt: Kombination aus geeigneten Materialien, planvoller Bauweise und korrektem Lüftungsverhalten schafft langlebige, pflegeleichte Räume mit natürlicher Ausstrahlung.
Material-Alternativen in Holzoptik und ihre Vor- und Nachteile
Wer Holzoptik im Nassbereich möchte, findet mehrere praktikable Alternativen. Die Wahl hängt von Nutzung, Budget und Pflegeaufwand ab. Nachfolgend werden typische Plattenarten, ihre Eigenschaften und praktische Hinweise zur Verarbeitung kurz vorgestellt.
Echtholzfurnierplatten bieten authentische Haptik und natürliche Maserung. Sie wirken hochwertig und vermitteln echtes Holzgefühl. Bei Feuchtigkeit sind Furniere empfindlicher. Kanten müssen sauber versiegelt werden, sonst droht Aufquellen.
Holzdekorplatten sind meist mit Kunststoff beschichtet. Sie sind kratzfest, spritzwasserresistent und preisgünstiger als Furnier. Die haptische Tiefe ist geringer. Für viele Badmöbel sind Holzdekorplatten die pragmatische Wahl, weil sie wenig Nachpflege brauchen.
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Echtholzfurnierplatten: natürliche Optik, gute Oberfläche, höhere Pflegeanforderung.
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Holzdekorplatten: widerstandsfähig gegen Spritzwasser, pflegeleicht, günstig.
Span- und MDF-Platten lassen sich im Bad einsetzen, wenn sie mit wasserfestem Leim verarbeitet sind. Bei Spanplatte wasserfest ist auf die Qualität des Klebers und die Versiegelung der Kanten zu achten. Minderwertige Platten quellen bei Feuchtigkeit stark auf.
Für Einbausituationen empfehlen sich beschichtete Kantenbänder wie ABS und sorgsame Versiegelung. Möbel, die häufig Nasskontakt haben, sollten aus geprüften, wasserfest verleimten Platten gefertigt werden.
Thermisch modifiziertes Holz reduziert Wasseraufnahme deutlich. Es zeigt geringeres Quell- und Schwindverhalten. Resistenz gegen Fäulnis und Schimmel ist verbessert. Thermoholz ist eine gute Alternative zu Tropenhölzern, wenn Formstabilität und längere Lebensdauer gefragt sind.
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Thermisch modifiziertes Holz: weniger Feuchteaufnahme, höhere Dauerhaftigkeit, natürliche Optik.
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Praktischer Tipp: Vor Verarbeitung Feuchtegehalt prüfen; ungefähr 8–10 % sind üblich.
Bei der Entscheidung zählt der Einsatzzweck. Für Sichtflächen mit hohem Anspruch an Optik sind Echtholzfurnierplatten passend. Für robuste, preiswerte Möbel bieten sich Holzdekorplatten oder Spanplatte wasserfest an. Thermisch modifiziertes Holz spielt seine Stärken bei tragenden Bauteilen und langlebigen Oberflächen aus.
Fazit
Holz im Badezimmer ist keine reine Ästhetikfrage, sondern eine planerische Entscheidung. Mit der Wahl passender Hölzer wie Teak, Eiche, thermisch-modifiziertem Holz oder Bambus und einer zonengerechten Planung lassen sich viele Risiken vermeiden. Geeignete Holzprodukte und Holzböden im Bad profitieren dabei von einer gezielten Kombination mit Fliesen, Glas oder Stein in den Nassbereichen.
Entscheidend für langen Werterhalt sind Holzschutz vor Feuchtigkeit und die richtige Verarbeitung. Dazu gehören dampfbremseartige Konstruktionen bei Böden, Dehnungsfugen sowie fachgerechte Oberflächenbehandlung mit Öl, Hartwachsöl oder geeigneten Lacken. Solche Maßnahmen reduzieren Quell- und Schrumpfverhalten und minimieren Schimmelrisiken.
Pflege von Holzmöbeln im Badezimmer ist ein fortlaufender Prozess. Regelmäßiges Nachölen oder Nachwachsen, sofortiges Entfernen stehender Nässe und die Verwendung milder Reinigungsmittel erhalten Oberfläche und Funktion. Achten Sie zudem auf nachhaltige Herkunftszeichen wie FSC oder PEFC bei Tropenhölzern.
Mit durchdachter Materialwahl, konsequentem Holzfeuchteschutz im Bad und regelmäßiger Pflege bleibt Holz ein langlebiges, warmes Gestaltungselement. So verbindet sich natürliche Optik mit Alltagstauglichkeit und langfristiger Zuverlässigkeit.
