Holzrahmenbau im Überblick beschreibt ein leichtes, standardisiertes Rahmenwerk aus Holz, das Innen- und Außenwände bildet. Die Gefache werden mit Dämmmaterial gefüllt und anschließend mit OSB- oder Gipsfaserplatten beplankt. Diese einfache Grundstruktur macht die Holzrahmenkonstruktion besonders anpassungsfähig für verschiedene Wandaufbauten.
Typische Materialien sind Konstruktionsvollholz (KVH), Brettschichtholz und Holzwerkstoffe. Ein Rastermaß von 62,5 cm erleichtert die Vorfertigung und Montage auf der Baustelle. Dadurch ergeben sich klare Vorteile: kurze Bauzeiten, hohe Energieeffizienz und geringere graue Energie im Vergleich zu konventionellen Bauweisen.
Der Fokus liegt nicht nur auf dem Wandaufbau, sondern auch auf nachhaltiges Bauen und gesundem Raumklima. In Deutschland findet die Holzrahmenkonstruktion Anwendung bei Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Aufstockungen und Sanierungen. Die folgenden Abschnitte erläutern Aufbau, Einsatzbereiche und die ökologischen sowie energetischen Vorteile detailliert.
Holzrahmenbau im Überblick: Wandaufbau, Vorteile und Einsatzbereiche
Der Holzrahmenbau im Überblick zeigt eine flexible Bauweise mit klaren Bauteilen. Ein tragendes Rahmenwerk aus Ständern und Riegeln bildet das Grundgerüst. Die Gefache zwischen den Holzhölzern werden gedämmt und anschließend beplankt.

Die Holzrahmenkonstruktion unterscheidet sich deutlich vom Massivholzbau. Bei letzterem kommen durchgehende, massive Elemente wie Brettstapel zum Einsatz. Die Holztafelbau-Variante setzt auf hohen Vorfertigungsgrad. Fertige Tafeln werden im Werk geschlossen mit Fenstern und Türen ausgeliefert.
Typische Einsatzgebiete in Deutschland reichen vom Einfamilienhaus über Doppelhäuser bis zu mehrgeschossigen Wohnbauten. Bungalows, Aufstockungen und Sanierungen profitieren von der leichten Bauweise. Gewerbe- und Hallenbauten nutzen die schnelle Montage. Passivhauskonzepte lassen sich mit gezieltem Wandaufbau ökologisch umsetzen.
Wichtige Begriffe helfen beim Planen: Das Gefach bezeichnet den Hohlraum zwischen den Rahmenhölzern. Das Rahmenwerk besteht aus Ständern und Riegeln. Die Beplankung erfolgt mit OSB, Gipskarton oder Holzfaserplatten. Ein 62,5‑cm‑Raster ist ein gängiges Planungsmaß.
- Rahmenwerk: Ständer, Riegel, Kopfbänder zur Lastableitung
- Gefach: Raum für Dämmung und Installationen
- Beplankung: Schutz, Aussteifung und innenliegende Oberflächen
Die Abstufung zwischen Vorfertigung und Nachfertigung entscheidet über Bauzeit und Logistik. In der Holztafelbau-Variante sind viele Arbeitsschritte bereits im Werk erledigt. Die konventionelle Holzrahmenkonstruktion erlaubt mehr Baustellenanpassung.
Grundprinzipien der Holzrahmenkonstruktion
Die Holzrahmenkonstruktion basiert auf einem tragenden Rahmen aus Holz, der in Felder oder Gefache unterteilt ist. Diese Gefache werden mit Dämmung gefüllt und innen sowie außen beplankt. Viele Hersteller fertigen Rahmen pro Etage in Hallen vor, um präzise Zuschnitte und trockene Bauteile zu gewährleisten.
Das Ständerwerk bildet das Skelett. Senkrechte Ständer und waagerechte Riegel halten Lasten und ermöglichen Öffnungen für Fenster und Türen. Kopfbänder oder diagonale Verstrebungen stabilisieren Ecken und übernehmen temporäre Lasten während der Montage.
- Ständer: tragen vertikale Lasten.
- Riegel: verbinden Ständer und schaffen Anschlusszonen.
- Kopfbänder: sorgen für zusätzliche Steifigkeit bei Auskragungen.
Standardmaße orientieren sich an gängigen Plattenformaten. Ein Achsabstand von 62,5 cm ist verbreitet, weil er Materialverschnitt reduziert und den Einbau von Dämmung vereinfacht. Die Materialwahl richtet sich nach statischen Anforderungen und Kosten.
Konstruktionsvollholz wie KVH wird häufig verwendet, weil es dimensionsstabil und normgerecht getrocknet ist. Bei höheren Lasten kommt Brettschichtholz zum Einsatz, etwa bei großen Spannweiten oder sichtbaren Tragwerken.
Für die Aussteifung sind Holzwerkstoffplatten üblich. OSB- oder Gipsfaserplatten übernehmen Wind- und Erddrücke und tragen zur Luftdichtheit bei. Verbindungen mit Nägeln, Schrauben, Metallwinkeln oder Holzdübeln sichern die Knotenpunkte dauerhaft.
- Plattenbeplankung als primäre Aussteifung.
- Kraftschlüssige Verbindungen zur Lastableitung.
- Auswahl heimischer Hölzer wie Fichte für Ökobilanz und Verarbeitungsvorteile.
In der Praxis verbindet die Kombination aus Ständerwerk, passendem KVH oder Brettschichtholz und durchdachter Aussteifung Wirtschaftlichkeit mit guter Bauphysik. Vorfertigung reduziert Bauzeit und verbessert Qualität.
Typischer Wandaufbau im Holzrahmenbau
Der Wandaufbau im Holzrahmenbau folgt klaren Schichten, die Schutz, Dämmung und Installation kombinieren. Innen- und Außenhaut arbeiten zusammen, um Wärme-, Feuchte- und Schallschutz zu gewährleisten. Im Folgenden werden die typischen Schichten von außen nach innen beschrieben.
Äußere Bekleidung und Wetterschutz
Die Fassade übernimmt den ersten Witterungsschutz. Eine Holzfassade auf Lattung schützt vor Regen und Sonnenstrahlung. Zwischen Bekleidung und Dämmung sorgt eine Hinterlüftung für Luftwechsel. Diese Hinterlüftung reduziert Feuchteansammlungen und verlängert die Lebensdauer der Konstruktion.
Dämmung in den Gefachen
In den Gefachen des Ständerwerks kommen häufig Holzfaserplatten oder lose Einblasdämmung zum Einsatz. Holzfaser ist diffusionsoffen und speichert Wärme gut. Zellulose bietet eine nachhaltige, nachträglich einblasbare Alternative. Einblasdämmung füllt Hohlräume lückenlos und verbessert den Wärme- und Schallschutz.
Aufbaubeispiel (von außen nach innen)
- Holzfassade
- Lattung mit Hinterlüftung
- Holzweichfaserplatte (z. B. STEICOuniversal Dry)
- Holzständerwerk mit Holzfaserdämmung (z. B. STEICOflex)
- OSB-Platte als aussteifende und luftdichte Schicht
- Zusätzliche Holzfaserdämmung
- Lattung als Installationsebene
- Gipskartonplatten innen
Innenverkleidung und Installationsebene
Die innere Schicht besteht meist aus Gipskarton. Gipskartonplatten liefern eine glatte Oberfläche und erleichtern Malerarbeiten. Zwischen OSB und Gipskarton bleibt oft eine Installationsebene. Dort werden Elektro- und Sanitärleitungen geführt, ohne die Dämmebene zu durchdringen. OSB kann dabei als Luftdichtheitsebene oder als zusätzliche Aussteifung dienen.
Wahl der Materialien
Die Auswahl zwischen Holzfaser, Zellulose und Einblasdämmung beeinflusst das hygrothermische Verhalten der Wand. Holzfaser bietet Klimapufferung. Zellulose punktet bei Ökologie und Schallschutz. Einblasdämmung ermöglicht flexible Nachdämmung in bestehenden Konstruktionen.
Unterschiede zwischen Holzrahmenbau, Holztafelbau und Massivholzbau
Holzrahmenbau, Holztafelbau und Massivholzbau gehören zu den modernen Bauformen mit Holz. Sie teilen den Werkstoff, unterscheiden sich jedoch im Fertigungsgrad, in der Statik und im Montageablauf. Im folgenden Abschnitt werden Vor- und Nachteile der Vorfertigung, konstruktive Unterschiede und mögliche hybride Lösungen kurz erläutert.
Vor- und Nachteile des Vorfertigungsgrads
Hohe Vorfertigung reduziert Bauzeit und verringert Witterungseinflüsse auf der Baustelle. Bei Holztafelbau erfolgen Wände als werkseitig geschlossene Elemente, oft mit Fenstern und Leitungsführung. Das Resultat ist schnelle Montage und planbare Kosten.
Starke Vorfertigung macht Projekte abhängig von Werkprozessen und Transport. Änderungen auf der Baustelle sind teurer. Holzrahmenbau Vorteile liegen in der Flexibilität. Teilweise vorgefertigte Rahmen erlauben individuelle Anpassungen und Nacharbeiten vor Ort.
Konstruktive Unterschiede und Montageablauf auf der Baustelle
Im Holztafelbau werden großflächige Elemente montiert. Die Elemente sind oft bereits beplankt und gedämmt. Montagezeit pro Geschoss reduziert sich deutlich.
Beim klassischen Holzrahmenbau werden einzelne Rahmen erstellt und Gefache vor Ort befüllt. Das ermöglicht variable Installationsführungen und einfache Änderungen während der Bauzeit.
Massivholzbau arbeitet mit durchgehenden Brettstapelelementen oder Massivholzwänden. Diese Bauweise bietet hohe statische Lastaufnahme und gute wärmedämmende Eigenschaften. Montage ähnelt dem Setzen großer, massiver Platten.
Hybride Lösungen und Kombinationen der Bauweisen
Hybride Ansätze kombinieren Vorzüge: Außenwände aus vorgefertigten Rahmen, Innenwände in Massivholz für Schalldämmung und Masse. Solche Kombinationen bieten Gestaltungsfreiheit und erhöhte Robustheit.
- Beispiel 1: Holztafelbau für Fassaden und schnelle Geschossmontage, Massivholz im Kern für Ruhe und Speicherwirkung.
- Beispiel 2: Holzrahmenbau kombiniert mit massiven Elementen bei Treppenhäusern oder Brandwänden.
- Beispiel 3: Teil-Vorfertigung für standardisierte Module, Restarbeiten vor Ort für individuelle Wünsche.
Wärme-, Feuchte- und Schallschutz im Holzrahmenbau
Holzrahmenkonstruktionen bieten hohe Gestaltungsfreiheit bei Dämmung und Konstruktion. Die richtige Kombination aus Dämmstoffen, luftdichter Schicht und diffusionsoffenen Elementen sorgt für einen stabilen Wohnkomfort. Für energieeffizientes Bauen sind Detaillösungen und Materialwahl gleichermaßen wichtig.
Wärmedämmwerte bestimmen den Heizbedarf. Mit dicken Dämmstoffschichten, Holzfaserplatten oder Einblasdämmung lassen sich niedrige U-Werte erreichen. Solche Aufbauten sind für den Niedrigenergiestandard und das Passivhaus prädestiniert.
Die Dampfbremse regelt den Feuchtetransport in der Wand. In vielen Konstruktionen übernimmt OSB die Funktion einer kontrollierten Dampfbremse. Eine geplante Auswahl verhindert Tauwasser und schützt das Holz vor Schäden.
Luftdichtheit reduziert Wärmeverluste und erhöht die Effizienz der Heizung. Eine sorgfältig ausgeführte Luftdichtheit ist Pflicht beim Passivhaus. Detaillösungen an Fensteranschlüssen und Durchdringungen minimieren undichte Stellen.
Diffusionsoffene Aufbauten mit Holzfaserplatten ermöglichen Feuchteregulierung. Sie speichern und geben Feuchte ab, was das Risiko von Schimmelbildung reduziert. Solche Systeme ergänzen die Funktion der Dampfbremse sinnvoll.
Guter Schallschutz verlangt mehrschichtige Konstruktionen. Luftschalldämmung und Trittschalldämmung werden durch passende Dämmstoffe und entkoppelte Schichten verbessert. Mit gezielten Maßnahmen erreichen Konstruktionen die Anforderungen nach DIN 4109.
In Decken- und Bodenaufbauten sind zusätzliche Maßnahmen nötig. Entkoppelte Unterkonstruktionen, schwimmende Estriche und schalldämmende Dämmlagen reduzieren Trittschall. Planer sollten frühzeitig Schallschutzanforderungen in die Wand- und Deckendetails integrieren.
- Wärmedämmwerte: dicke Dämmungen, Holzfaser, Zellulose
- Dampfbremse & Luftdichtheit: OSB, Dichtfolien, fachgerechte Anschlüsse
- Diffusionsoffenheit: feuchteausgleichende Holzfaserplatten
- Schallschutz: mehrschichtige Aufbauprinzipien und Entkopplung
Nachhaltiges Bauen und ökologische Bauweise mit Holz
Holzrahmenbau bietet einen klaren Vorteil für nachhaltiges Bauen durch geringe Herstellungsenergie und gute Wiederverwendbarkeit. Der natürliche Baustoff speichert CO₂, reduziert graue Energie gegenüber Beton und Stahl und unterstützt eine ganzheitliche ökologische Bauweise.
CO₂-Bindung, graue Energie und Kreislaufwirtschaft
Holz bindet Kohlenstoff über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Fertigteile aus Holz senken die graue Energie bei Produktion und Transport. Planer sollten Montage, Nutzungsdauer und Rückbau einbeziehen, um die Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Regionale Rohstoffnutzung und Förster-praktiken in Deutschland
Der Einsatz heimischer Hölzer wie Fichte aus den Alpen verbessert die Ökobilanz und fördert regionale Wertschöpfung. Deutsche Forstwirtschaft entnimmt derzeit weniger Holz als nachwächst. Zertifikate wie PEFC und FSC sichern nachhaltige Bewirtschaftung.
Recyclingfähigkeit und Rückbaubarkeit von Bauteilen
Holzbauteile lassen sich often rückbauen und stofflich oder energetisch verwerten. Holzwerkstoffe und Holzfaserdämmstoffe von Herstellern wie STEICO sind vielfach recycelbar. Eine vorausschauende Planung erhöht die Wiederverwendbarkeit und reduziert Abfall.
- Wahl heimischer Hölzer und zertifizierter Produkte stärkt nachhaltiges Bauen.
- Lebenszykluskosten und Wiederverwendbarkeit gehören in jede Ausschreibung.
- Durch Rückbaufreundliche Konstruktionen wird die Kreislaufwirtschaft gefördert.
Sicherheit und Brandschutz in Holzrahmenkonstruktionen
Holzrahmenbau bietet viele Vorteile. Brandschutz bleibt dabei ein zentrales Thema. Richtige Planung und nachgewiesene Maßnahmen sorgen für verlässliche Holzrahmenbau Sicherheit in Wohn- und Gewerbebauten.
Brandverhalten von Holz und Schutz durch konstruktive Maßnahmen
Massives Holz bildet bei Brand eine dichte Kohleschicht. Diese Schicht verzögert das Abtragen von Querschnitt und kann die Tragfähigkeit länger aufrechterhalten als nicht geschützte Stähle.
Konstruktive Maßnahmen wie ausreichende Querschnitte, naturnahe Materialien und gezielte Bekleidungen verbessern den Brandschutz. Gipskartonbekleidungen und Brandschutzplatten erhöhen die Widerstandsdauer der Wandkonstruktion.
Erfüllung von Feuerwiderstandsklassen und Nachweise
Bauordnungen verlangen oft festgelegte Feuerwiderstandsklassen. Diese Nachweise erfolgen durch Prüfungen und statische Betrachtungen.
Mehrgeschossige Projekte sind möglich, wenn die geforderten Feuerwiderstandsklassen nachgewiesen werden. Herstellerangaben, Prüfzeugnisse und Brandsimulationsrechnungen bilden die Basis für die Zulassung beim Bauaufsichtsamt.
Praktische Maßnahmen: Brandabschnitte, Bekleidungen und Sprinkler
Brandabschnitte gliedern Gebäude und begrenzen die Brandausbreitung. Sie sind ein wirksames Mittel im bauaufsichtlichen Brandschutzplan.
- Feuerhemmende Bekleidungen an Gefachen und Decken
- Fachgerecht ausgebildete Durchdringungen und Anschlussdetails
- Beim Bedarf: automatische Sprinkleranlagen und Brandmeldeeinrichtungen
In der Praxis kombinieren Planer Brandabschnitte mit geprüften Bekleidungen und gegebenenfalls aktiven Löschsystemen. So lassen sich die Anforderungen an Brandschutz und Wohnkomfort optimal verbinden.
Planung, Fertigung und Montageprozesse
Eine strukturierte Planung spart Zeit und Kosten bei Holzrahmenprojekten. Werks- und Baustellenvorfertigung beeinflussen Bauablauf, Qualität und Risiko. Frühe Abstimmung zwischen Architekt, Zimmerei und Fertigungswerk sorgt für reibungslose Übergänge.
Rolle der Werk- und Baustellenvorfertigung
Werkvorfertigung ermöglicht präzise Zuschnitte und hohe Integration von Fenstern und Leitungen. Bauteile kommen trocken aus der Halle, was den Trocknungsschutz auf der Baustelle verbessert.
Baustellenvorfertigung bleibt wichtig, wenn Anpassungen vor Ort nötig sind. Eine sinnvolle Mischung aus Werkvorfertigung und Baustellenvorfertigung reduziert Witterungseinflüsse und beschleunigt die Montage.
Ablauf von der Planung über die Werkserstellung bis zur Montage
Planung beginnt mit detaillierten Plänen und Materiallisten. Die Produktion in der Werkhalle folgt CAD-Daten für exakte Zuschnitte.
Nach der Montage der vorgefertigten Elemente werden Anschlüsse und Innenausbau fertiggestellt. Hoher Vorfertigungsgrad verkürzt die Baustellenzeit und senkt Finanzierungsrisiken.
Qualitätssicherung, Trocknungsschutz und Terminplanung
- Qualitätssicherung umfasst Maßhaltigkeit, Verbindungen und luftdichte Anschlüsse. Prüfprotokolle dokumentieren Ergebnisse.
- Trocknungsschutz beginnt in der Werkhalle und setzt sich auf der Baustelle fort. Schutzfolien, Abdeckungen und schnelle Montage reduzieren Feuchteeintrag.
- Terminplanung profitiert von standardisierten Abläufen und Pufferzeiten für witterungsbedingte Verzögerungen. Klare Meilensteine erhöhen Planbarkeit bei der Montage.
Kosteneffizienz und Flächenvorteile gegenüber Massivbau
Holzrahmenbau bietet klare wirtschaftliche Argumente für Bauherrinnen und Bauherren in Deutschland. Kurze Bauzeiten und hoher Vorfertigungsgrad reduzieren Baustellenrisiken. Schlanke Wandquerschnitte schaffen zusätzlichen Wohnraum, während gute Dämmeigenschaften laufende Kosten senken.
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Kostenpositionen: Material, Vorfertigung, Montage
Materialkosten umfassen Holz, Dämmstoffe und Holzwerkstoffplatten. Vorfertigung im Werk verkürzt Montagezeiten und senkt Fehlerrisiken vor Ort. Montagekosten reduzieren sich durch weniger Trocknungszeiten und geringere Witterungsabhängigkeit.
Eigenleistung beim Innenausbau kann die Kosteneffizienz weiter steigern. Beim schlüsselfertigen Einfamilienhaus liegt der grobe Kostenrahmen zwischen etwa 2.800 und 3.800 €/m², abhängig von Standort, Ausstattungsniveau und regionalen Preisen.
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Raumgewinn durch schlanke Wandquerschnitte
Im Vergleich zum Massivbau erlauben schlanke Konstruktionen mehr nutzbare Fläche auf derselben Baugrundfläche. Studien zeigen bis zu rund 10 % Mehrwohnfläche bei identischer Gebäudeabmessung.
Dieser Flächenvorteil verbessert die Wirtschaftlichkeit pro Quadratmeter und kann bei dichter innerstädtischer Bebauung entscheidend sein.
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Langfristige Einsparungen durch geringeren Energiebedarf
Holzrahmenbau punktet mit niedrigerer grauer Energie und hoher Dämmwirkung. Gut geplante Außenwände reduzieren den Heizbedarf und führen zu spürbaren Energieeinsparungen über die Lebenszeit des Gebäudes.
Förderprogramme für energieeffizientes Bauen senken die Investitionshürde. In Summe verbessern diese Faktoren die langfristige Kosteneffizienz und den Nutzen für Eigentümerinnen und Eigentümer.
Einsatzbereiche und Bauprojekte für Holzrahmenbau
Holzrahmenbau bietet flexible Lösungen für viele Bauaufgaben. Kleine Wohnhäuser profitieren von kurzen Bauzeiten. Größere Projekte nutzen Vorfertigung für wirtschaftliche Abläufe.
Die folgenden Punkte zeigen typische Einsatzfelder und praxisnahe Entscheidungen. Sie dienen als Orientierung für Planer, Bauträger und private Bauherren.
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Einfamilienhaus, Doppelhaus, Bungalow
Das Einfamilienhaus ist ein klassisches Feld für Holzrahmenbau. Individuelle Grundrisse lassen sich schnell umsetzen. Bungalows und Doppelhäuser profitieren von leichten Bauteilen und guter Dämmbarkeit.
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Mehrgeschossiger Wohnungsbau
Im Mehrgeschossbau zeigen sich die Stärken der Tafelbauweise. Vorfertigung reduziert Montagezeiten. Das bringt Planungs- und Kostenvorteile bei Wohnblocks und Mehrfamilienhäusern.
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Gewerbe- und Hallenbauten
Gewerbebauten und Hallen nutzen die leichte Tragstruktur für große Spannweiten. Holzrahmenbau erlaubt flexible Hallenmaße und eine einfache Integration von Haustechnik.
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Aufstockung
Aufstockungen auf Bestand sind ein typischer Einsatzzweck. Geringes Zusatzgewicht erleichtert statische Anforderungen. Schnelle Montage verringert Störungen für Bewohner.
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Sanierung
Bei Sanierungsvorhaben ist die geringe Last ein Vorteil. Holzrahmenbauteile ermöglichen energetische Modernisierung ohne große Auflast. Das spart Zeit und Kosten bei Innen- und Außensanierung.
Die Wahl der konkreten Bauweise hängt von Statik, Vorfertigungswunsch und Gebäudeklasse ab. Ein erfahrener Zimmererbetrieb oder Hersteller von Fertighäusern hilft bei Machbarkeitsprüfung und Kostenabschätzung.
Praxisbeispiele und Referenzprojekte in Deutschland
In vielen Bauvorhaben zeigt sich die Praxis als Verbindung von Werksfertigung und handwerklicher Montage. Zahlreiche Referenzprojekte dokumentieren, wie Fertigteilwände im Werk vorgefertigt und von Zimmereien vor Ort montiert werden. Das Ergebnis sind kurze Bauzeiten und wohngesunde Innenräume.
Beispiele aus Produktionshallen veranschaulichen typische Querschnitte. Gipskarton, Installationsebene, OSB, Holzfaserdämmung und Holzständer treten in vielen Praxisbeispielen auf. Solche Aufnahmen helfen Fertighausanbieter und Planern, Detailfragen früh zu klären.
Typische Abläufe lassen sich in wenigen Schritten skizzieren:
- Werkplanung und Vorfertigung der Fertigteilwände mit geprüften Anschlüssen.
- Transport zur Baustelle und Montage durch regionale Zimmereien.
- Abstimmung der Anschlussdetails für Luftdichtheit und Abdichtung.
Lessons Learned aus realen Projekten betonen die frühe Einbindung der Planung für Luftdichtheit und Anschlussdetails. Wer Vorfertigung nutzt, sollte Termine mit der Baustelle synchronisieren. Regionale Hölzer und Zertifizierungen verbessern die ökologische Bilanz der Referenzprojekte.
Viele Bauherren besuchen Musterhäuser oder Werkstätten, um Fertigteilwände live zu sehen. Direkte Besichtigungen bei einer Zimmerei oder bei einem Fertighausanbieter geben ein realistisches Bild von Qualität und Bauzeit. Solche Termine bieten praxisnahe Einblicke und klären offene Fragen vor Vertragsabschluss.
Fazit
Holzrahmenbau vereint effiziente Vorfertigung, schlanke Wandaufbauten und hohe Dämmwirkung. Die Bauweise bietet klare Holzrahmenbau Vorteile bei Bauzeit und Flexibilität, weil Wände in der Werkhalle vorbereitet und auf der Baustelle zügig montiert werden. Für energieeffizientes Bauen sind die Dämmkombinationen aus Holzfaser und Zellulose besonders geeignet.
Ökologisch punktet der Holzrahmenbau durch CO₂-Bindung und den Einsatz regionaler Hölzer. Beim nachhaltiges Bauen reduzieren heimische Rohstoffe und recycelbare Dämmstoffe die graue Energie. So unterstützen diese Materialien eine echte Kreislaufwirtschaft und tragen zur Klimabilanz von Gebäuden bei.
Wirtschaftlich schaffen schlanke Wandquerschnitte mehr nutzbare Fläche und senken langfristig die Betriebskosten durch geringeren Energiebedarf. Die Wahl der richtigen Vorfertigungsstufe — Rahmen, Tafel oder Massivholz — entscheidet über Kosten, Zeitaufwand und Montageaufwand. Moderne Bauformen lassen sich dabei gut kombinieren, um Projektziele optimal zu erreichen.
Praktischer Rat: Holen Sie Angebote ein, besichtigen Sie Referenzprojekte und lassen Sie bauphysikalische Nachweise zu Wärme, Feuchte, Schall und Brand erstellen. So sichern Sie die Qualität und nutzen die Stärken des Holzrahmenbaus gezielt für Ihr Projekt.
