Kommode aus Holz selber bauen: modernes Sideboard Schritt für Schritt

Kommode aus Holz selber bauen: modernes Sideboard Schritt für Schritt

In dieser Anleitung lernen Heimwerker in Deutschland, wie sie eine Kommode aus Holz selber bauen können. Der Fokus liegt auf einem modernen Sideboard, das funktional und ästhetisch ist.

Sie erhalten klare, praxisnahe Schritte zum Zuschnitt, zur Montage der Korpus- und Schubladenbauteile sowie Hinweise zu benötigten Werkzeugen. Damit gelingt das Holzmöbel DIY auch ohne Profiwerkstatt.

Die folgenden Abschnitte erklären Planung, Materialwahl, Oberflächenbehandlung und die finale Justage. So können Sie das Möbel selbst herstellen und ein langlebiges Sideboard nach Ihren Maßen bauen.

Einführung in das Projekt: Kommode aus Holz selber bauen

Dieses Projekt zeigt, wie Sie eine moderne, geradlinige Kommode aus Holz selber bauen. Die Anleitung richtet sich an Hobbytischler und Einsteiger, die Wert auf klare Linien und hochwertige Oberflächen legen. Mit der passenden Planung erhalten Sie ein stabiles Sideboard, das sich nahtlos in den Wohnraum einfügt.

A cozy workshop scene featuring a skilled artisan in modest casual clothing, focused on building a wooden chest of drawers. The foreground showcases the artisan using tools like a saw and drill on a wooden workbench, with wooden panels and screws neatly arranged. In the middle, the partially assembled chest of drawers stands out, exhibiting rich wood grains and a modern design. The background includes soft shelves lined with tools and wood materials, with warm, ambient lighting illuminating the workspace. A DSLR camera captures the scene at a slightly elevated angle, adding depth and perspective, creating an inviting, industrious atmosphere that highlights craftsmanship and creativity in furniture making.

Projektübersicht und Zielsetzung

Geplant ist ein Korpus mit Boden, Deckel und Zwischenwänden. Das Sideboard enthält ein Schubkastensegment mit drei Schubladen sowie ein Tür- oder Klappensegment. Ziel ist ein funktionales Möbelstück, das sowohl Stauraum bietet als auch ästhetisch wirkt.

Die Schritt für Schritt Anleitung führt durch Planung, Zuschnitt, Nuten, Dübelverbindungen und Finish. Materialwahl und Design passen Sie an Raum und Budget an.

Vorteile eines selbst gefertigten modernen Sideboards

Selbst bauen erlaubt individuelle Maße und Designwünsche. Maßgenaue Anpassung sorgt für optimale Raumausnutzung.

Sie wählen hochwertige Hölzer wie Nussbaum, Eiche oder Buche. Mit Hartwachs-Öl schützen Sie die Oberfläche und betonen die Holzstruktur.

Ein selbst gefertigtes Möbelstück bietet Langlebigkeit und persönlichen Charakter durch eigene Details wie eine schräge Griffkante.

Übersicht über Aufbau, Materialwahl und Arbeitsumfang

  • Korpus: Boden, Deckel, Seiten, Zwischenwände, Rückwand.
  • Fronten: Schubladenblenden, Türen oder Schiebetüren; grifflos möglich.
  • Innenelemente: Schubkastenführungen, Regalböden, Lochreihen.

Der Arbeitsumfang umfasst Planung, Zuschnitt, Fräsen von Nuten, Dübel- und Leimverbindungen sowie Montage der Auszüge und Beschläge. Für viele Schritte ist ein zweiter Helfer praktisch. Als grobe Orientierung liegen Materialkosten bei Walnussholz bei etwa 2.000 Euro.

Diese Schritt für Schritt Anleitung ist Teil des DIY Möbelbau-Konzepts und hilft, das Projekt strukturiert umzusetzen.

Planung und Maßangaben für Ihr modernes Sideboard

Eine gründliche Planung ist entscheidend, bevor Sie Ihre Holzkommode selber machen. Klare Maße helfen bei Zuschnitt, Materialkalkulation und späterer Montage. Beginnen Sie mit einer Skizze und prüfen Sie Anschlüsse wie Steckdosen und Heizkörper im Aufstellbereich.

Höhe, Breite und Tiefe richten sich nach Nutzung. Ein Lowboard für Mediengeräte bleibt flacher. Ein Aufbewahrungsboard mit Schubladen benötigt größere Tiefe für gleichmäßige Proportionen und stabile Innenaufteilung.

Folgende Punkte erleichtern das genaue Festlegen der Maße:

  • Höhe: Ergonomie für Bedienung und Sicht; Standardhöhen als Referenz nutzen.
  • Breite: Platz im Raum messen; auf Symmetrie mit angrenzenden Möbeln achten.
  • Tiefe: Tiefe an Schubladen- und Regaltiefe anpassen.

Für die Innenaufteilung planen Sie Fächer, Schubladensegmente und Regalböden. Legen Sie die Anzahl der Schubladen und die Einteilung der Regale fest. So vermeiden Sie später Überraschungen beim Einbau der Schubkastenschienen.

Bei Schubladen ist exakte Messung Pflicht. Eine Schublade besteht aus vier Seitenwänden, einer Bodenplatte und einer Blende. Die Packungs- und Einbaumaße richten sich nach Herstellervorgaben der Schubladenschienen von Marken wie Hettich oder Blum.

Beachten Sie den Einbauraum für Auszüge. Für Vollauszüge müssen Montagehöhe und seitliche Zulagen eingeplant werden, damit alle Auszüge gleich hoch montiert werden können. Kleine Toleranzen können Verkantungen verursachen.

Der Designabgleich prüft Proportionen im Raum. Ein kreatives Sideboard Design mit griffloser Front wirkt schlank, wenn Höhe und Tiefe harmonieren. Furnierwahl und Holzart beeinflussen Erscheinung und Haptik stark.

Praktischer Tipp: Bei geringer Höhe verzichten Sie auf aufwendige Lochreihen. Nutzen Sie stattdessen eine Mini-Schablone mit 32 mm Bohrabstand für höhenverstellbare Böden. So bleibt die Konstruktion schlank und funktional.

Materialien und Werkzeuge für Holzkommode selber machen

Bevor Sie sägen und leimen, klären Sie Materialwahl und Werkzeug. Die richtige Kombination aus Holzarten, Furnierwahl und passender Ausrüstung entscheidet über Optik und Haltbarkeit bei Möbel selbst herstellen.

Für das Sideboard eignen sich verschiedene Holzarten. Nussbaum-Leimholz mit durchgehender Lamelle wirkt edel und zeigt eine warme Maserung. Buche bringt helle, ruhige Flächen, Eiche steht für rustikale Struktur. Multiplex bietet stabile Platten für Korpus und Rückwand.

Die Furnierwahl richtet den Stil aus. Eine Rückwand aus Sperrholz mit Nussbaumfurnier erzeugt ein hochwertiges Finish. Plexiglas- oder Furnierdetails an Blenden setzen Akzente. Achten Sie auf Haarrisse und Feuchtigkeitsempfindlichkeit beim Furnier.

Siehe auch  Möbelbau für Einsteiger: Planung, Materialwahl und praktische Umsetzung

Benötigte Bauteile im Überblick:

  • Seitenwände, Bodenplatte und Deckel
  • Zwischenwände für Fächer und Schubladen
  • Schubladen-Einzelteile: vier Seiten, Bodenplatte, Blenden
  • Rückwand, um das Nutmaß schmaler zugeschnitten
  • Füße oder Rollerminis für Mobilität

Der Schubkastenaufbau folgt einfachem Prinzip. Seiten aus vier Brettern, Bodenplatte eingeschoben in eingefräste Rillen und eine zusätzliche Blende als Vorsatz sichern saubere Fronten.

Werkzeug-Checkliste für sauberes Arbeiten:

  • Oberfräse für Nuten und Falze
  • Handkreissäge mit Führungsschiene für exakten Zuschnitt
  • Ständerbohrmaschine oder handliche Bohrmaschine
  • Akku-Schrauber und Forstnerbohrer
  • Dübel-Markierstifte und Dübel Ø 8 mm
  • Leimzwingen in passender Spannweite
  • Stechbeitel, Exzenterschleifer und Stichsäge
  • Kreissäge für lange Schnitte, Stichsäge für Ausschnitte

Gängiges Zubehör komplettiert das Projekt. Rückwandschrauben, Topfbänder, Kreuzplatten, Schubladenschienen und Hartwachs-Öl für das Finish gehören in die Werkstatt. Die Redaktion hat Produktempfehlungen unabhängig geprüft. Beim Einkauf kann ein Affiliate-Hinweis möglich sein.

Korpusbau: Zuschnitt, Nuten und Verbindungen

Ein sauberer Korpus ist das Rückgrat jeder Kommode. Planen Sie sorgfältig, übertragen Sie Maße exakt und arbeiten Sie Schritt für Schritt. Wer präzise vorgeht, reduziert Nacharbeit und erreicht saubere Fugen bei den Holzarbeiten für Zuhause.

  • Exakter Zuschnitt mit Führungsschiene und Handkreissäge

    Nutzen Sie eine Führungsschiene von Festool oder Bosch für parallele Schnitte. Markieren Sie die Schnittkanten genau. Schneiden Sie in kleinen Etappen und säubern Sie die Schnittkante mit Schleifpapier.

    Bei schmalen Teilen führen Distanzhölzer an der Führungsschiene ein und verhindern Ausrisse.

  • Nuten fräsen für Boden und Deckel

    Markieren Sie die Nuten an Seiten und Front für Boden und Deckel. Verwenden Sie eine Oberfräse mit Parallelanschlag und prüfen Sie das Nutmaß vor dem ersten Fräsen.

    Wählen Sie den Fräserdurchmesser passend zur Materialstärke. Bei Überstand am Fräserradius arbeiten Sie sauber mit einem scharfen Stechbeitel nach.

    Schneiden Sie die Rückwand um das Nutmaß schmaler, damit sie bündig sitzt. Planen Sie die Nutentiefe so, dass eine Schiebetür oben etwas tiefer sitzen kann, falls vorgesehen.

  • Dübelverbindungen und Leimtechniken

    Verwenden Sie Dübel-Markierstifte, um exakte Dübelpositionen zu übertragen. Bohren Sie Sacklöcher mit Tiefenanschlag und setzen Sie 8 mm Dübel für stabile Ecken ein.

    Tragen Sie Weißleim gleichmäßig auf, fügen Sie Distanzhölzer zur Ausrichtung hinzu und verpressen Sie den Korpus rechtwinklig. Kleine Drahtstifte helfen, mehrlagige Füße beim Verleimen gegen Verrutschen zu sichern.

    Arbeiten Sie zu zweit beim Verleimen größerer Elemente. Eine zweite Person hält und kontrolliert Rechtwinkligkeit, während die Spannzwingen dicht anliegen.

Schubkästen präzise fertigen: Schubladen Schritt für Schritt

Beim Holzkommode selber machen beginnt die Arbeit an den Schubkästen mit einem klaren Plan. Exakte Maße und saubere Schnitte sichern, dass die Schubladen später leicht laufen und sauber in den Korpus passen.

Die Einzelteile eines Schubkastens bestehen aus vier Seitenwänden, einer Bodenplatte und einer Blende. Messen Sie zuerst die Innenmaße des Fachs, dann übertragen Sie die Werte auf die Seiten. Berücksichtigen Sie dabei das Materialstärke-Spiel der Schubladenschienen.

  • Seitenwände: auf Gehrung oder mit geradem Stoß zuschneiden.
  • Bodenplatte: so auswählen, dass sie sauber in die Rillen passt.
  • Blende: Frontmaß erst nach Einbau der Schubkästen finalisieren.

Rillen in die Seitenwände einfräsen sorgt für eine feste Aufnahme der Bodenplatte und erhöht die Stabilität. Nutzen Sie eine Führungsschiene und prüfen Sie das Nutmaß mit einer Leiste vor dem endgültigen Fräsen.

  1. Markieren Sie die Nutpositionen an beiden Seiten exakt.
  2. Fräsen Sie beide Nuten in einer Aufspannung, um Toleranzen zu minimieren.
  3. Stecken Sie die Bodenplatte probehalber ein und prüfen Sie Rechtwinkligkeit.

Beim Schubladen bauen ist die Montage der Schubladenschienen ein kritischer Schritt. Verwenden Sie fertige Schienen von Herstellern wie Blum oder Hettich und halten Sie sich an die Einbaumaße in den Datenblättern. Messen Sie den benötigten Platz im Korpus und notieren Sie die Distanz zur Rückwand.

Zur Montage spannen Sie Zulagen gegen die Seiten, um eine einheitliche Montagehöhe zu erhalten. Schrauben Sie die Auszüge in den Korpus, justieren Sie die Höhe mit Distanzhölzern und fixieren Sie anschließend die Schubkästen von außen an den Auszügen.

Zum Abschluss verleimen Sie die Schubkästen und prüfen erneut Rechtwinkligkeit und Lauf. Kleine Anpassungen an der Blende gleichen optische Abweichungen aus, damit die Fronten sauber sitzen und die Holzkommode selber machen in der Praxis perfekt funktioniert.

Tür- und Frontgestaltung: grifflos oder mit Griffleiste

Die Fronten bestimmen den Charakter des Möbelstücks. Für ein klares, modernes Aussehen bietet sich ein griffloses Sideboard an. Eine schräg geschnittene Griffkante ersetzt sichtbare Beschläge und erlaubt ein ruhiges, funktionales Profil.

Siehe auch  Esstisch aus Massivholz selber bauen: Planung und Bauanleitung

  • Schräg geschnittene Griffkante

    Die Kante wird mit einer Oberfräse oder Schablone angelegt. Winkel und Tiefenmaß müssen an Türstärke und Nutzung angepasst werden. So entsteht ein komfortabler Fingerrand ohne Metall.

  • Alternative Grifflösungen

    Eine dezente Griffleiste aus Aluminium oder Holz bietet Haptik und Kontrast. Eingelassene Griffe sparen Platz, Plexiglas-Details wirken leicht. Ein Klotzgriff aus Nussbaum setzt einen warmen Akzent.

Schräg geschnittene Griffkante und alternativen Grifflösungen

Beim grifflosen Konzept ist Präzision wichtig. Probeteile aus Restholz helfen, Winkel und Komfort zu prüfen. Bei Griffleisten liegt der Fokus auf sauberer Klebung und verdeckten Schraubverbindungen.

Zuschnitt und Anpassung der Fronten: Kreis- und Stichsäge einsetzen

Fronten zuschneiden erfolgt mit Kreissäge für gerade Schnitte und Stichsäge für Ausschnitte. Exakte Maße gewährleisten bündige Spaltmaße. Kanten sauber schleifen bevor sie final montiert werden.

  1. Maße exakt übernehmen und Bauteile markieren.

  2. Mit Führungsschiene und Parallelanschlag gleichmäßig schneiden.

  3. Stichsäge für Aussparungen, Kanten entgraten und fein schleifen.

Symmetrisches Ausrichten der Blenden und Befestigungsdetails

Fronten symmetrisch ausrichten, seitlichen Anschlag und Distanzhölzer nutzen. Schubkastenblenden temporär mit abgekniffenen Nägeln fixieren, Position markieren und von innen verschrauben.

Topfbänder werden nach Bohrschema gesetzt. Kreuzplatten im Korpus mit exakten Abständen montieren. Einrasten, dann über Stellschrauben die Feinjustage vornehmen.

Kanten vor dem Finish glätten. Plexiglas-Kanten fein schleifen, falls ein Einsatz geplant ist. Einen Griff aus Nussbaum verschrauben, wenn ein haptischer Akzent gewünscht wird, schafft ein hochwertiges, kreatives Sideboard Design.

Innenausstattung: Regalböden, Lochreihen und Trennwände

Für die Innenausstattung Ihres Sideboards sind präzise Regalböden, eine verlässliche Lochreihe und stabile Trennwände entscheidend. Gute Planung spart Zeit bei Holzarbeiten für Zuhause und sorgt für eine langlebige Funktion. Nachfolgend finden Sie praktische Schritte zur Umsetzung.

  • Mini-Lochreihe: Fertigen Sie eine Schablone mit 2‑mm‑Bohrungen im Bohrabstand 32 mm an. Legen Sie die Schablone immer von derselben Seite an, um Fehler zu vermeiden.

  • Bohrtechnik: Schablone anlegen und die Positionen mit einem Drahtstift markieren. Anschließend mit einer Ständerbohrmaschine sauber vorbohren, damit die Lochreihe exakt sitzt.

Mini-Lochreihe für höhenverstellbare Böden

Bei geringer Höhe kann aufwendige Lochreihe entfallen. Eine einfache Schablone reicht oft aus und reduziert den Zeitaufwand bei Holzarbeiten für Zuhause.

Markieren Sie die Bohrpunkte präzise. Kleinere Toleranzen führen sonst zu kippenden Regalböden.

Montage der Zwischenwände und Distanzleisten

Zwischenwände setzen Sie mit Distanzhölzern auf der gleichen Ebene ein. So entstehen gleichmäßige Fächer und saubere Trennwände.

  • Leisten im Schubkastensegment mit jeweils zwei Dübeln pro Seite befestigen.

  • Vor dem Einsetzen der Böden alle Teile rechtwinklig verleimen und verpressen.

Belastung und Stabilität prüfen

Markieren Sie Dübelpositionen und bohren Sie Sacklöcher. Verleimen Sie die Verbindungen sorgfältig, bevor Sie die Böden einschieben.

Führen Sie eine Belastungsprüfung durch. Bei schweren Einbauten wählen Sie stärkere Leisten oder zusätzliche Verstärkungen, um Tragfähigkeit und Langzeitstabilität zu sichern.

Rückwand, Füße und Mobilität des Sideboards

Die Rückwand, die Füße und die Rolleinbauten entscheiden über Stabilität und Nutzungskomfort. Im Folgenden finden Sie klare Schritte zum Zuschneiden der Rückwand, zum Füße bauen und zum Einlassen von Lenkrollen, damit Sie Ihr Möbelstück gezielt mobil machen können.

Rückwand zuschneiden und befestigen

Schneiden Sie die Rückwand etwas schmaler als die Nutmaße, damit sie sauber einschiebt und keine Spannungen verursacht. Sperrholz mit Furnier eignet sich gut, weil es stabil bleibt und sich flexibel anleimen lässt.

Vor dem Verschrauben mit Rückwandschrauben vorbohren. Schrauben Sie von unten gegen den Boden, damit die Rückwand plan sitzt. Die Seiten werden gedübelt, dabei gehen die Seitenstücke durch die Rückwandkonstruktion.

Zum Füße bauen nehmen Sie drei Plattenabschnitte und verleimen sie schichtweise. Nutzen Sie Drahtstifte in den Leimflächen, treiben Sie die Köpfe leicht ein und knipsen Sie sie ab. Das verhindert ein Verrutschen beim Pressen.

Pressen Sie die Füße kantenbündig. Leimen Sie die fertigen Füße unter den Boden und verwenden Sie den Nageltrick, um ein Verschieben während des Verleimens zu vermeiden.

Lenkrollen einlassen

Wenn Sie das Sideboard gelegentlich bewegen möchten, sind kleine Lenkrollen eine praktische Lösung. Für die Roller-Minis bohren Sie in die Füße Hohlungen von etwa 20 mm Tiefe und Ø 40 mm, damit die Rollen sauber sitzen.

Montieren Sie die Lenkrollen nach Herstellerangabe. Diese Lösung lässt sich später austauschen, ohne das ganze Möbelstück zu beschädigen. So können Sie Ihr Möbel mobil machen, ohne Stabilität einzubüßen.

  • Rückwand Sideboard: etwas schmaler zuschneiden, vorbohren und verschrauben
  • Füße bauen: dreilagig verleimt, Drahtstifte zur Fixierung
  • Lenkrollen: Ø 40 mm Bohrung, ca. 20 mm Tiefe, Roller-Minis einlassen
Siehe auch  Schneidebrett aus Massivholz selber machen: Materialien und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Oberflächenbehandlung und Finish für Holzmöbel DIY

Gutes Finish macht den Unterschied zwischen einem Rohbau und einem präsentablen Sideboard. Dieser Abschnitt zeigt, wie Sie durch gezielte Oberflächenbehandlung die Maserung betonen und die Oberfläche widerstandsfähig machen.

Beginnen Sie mit einem systematischen Schleifplan. Arbeiten Sie von grober zu feiner Körnung, bis die Oberfläche gleichmäßig glatt ist. Ein Exzenterschleifer beschleunigt die Arbeit bei großen Flächen.

  • Schritt 1: Grobschliff mit Körnung 80–100.
  • Schritt 2: Mittlere Körnung 120–150.
  • Schritt 3: Feinschliff 180–240 als Endbearbeitung vor dem Finish.

Schleifen und Feinschliff: Körnung und Reihenfolge

Der Feinschliff entscheidet über die Haptik und den späteren Farbauftrag. Zwischen den Schleifgängen Staub entfernen. Bei furnierten Flächen nur mit geringer Körnung nacharbeiten, um das Furnier nicht zu beschädigen.

Oberflächenöle und Wachse: Anwendungstipps für Hartwachs-Öl

Hartwachs-Öl dringt ein und legt eine schützende Schicht auf. Tragen Sie dünne Schichten auf, lassen Sie die Einwirkzeit nach Herstellerangabe und wischen Sie überschüssiges Material mit einem fusselfreien Lappen ab.

  • Erster Auftrag nach Feinschliff gleichmäßig verstreichen.
  • Leichte Zwischenschliffe mit 240er Körnung zwischen den Durchgängen.
  • Zwei bis drei Schichten für dauerhaften Schutz und schönen Glanz.

Kanten glätten, Plexiglas- oder Furnierdetails anbringen

Kanten brechen und sanft verrunden, damit die Oberfläche angenehm anzufassen ist. Bei Furnierkanten mit Weißleim oder Kontaktkleber arbeiten und überschüssigen Leim sofort entfernen.

Plexiglaskanten satinieren, indem Sie von der Rückseite mit einem Klotzanschlag arbeiten. So bleiben Fronten sauber und stoßfest.

Die richtige Oberflächenbehandlung macht Holzmöbel DIY pflegeleicht und betont die Holzstruktur. Sorgfalt beim Feinschliff und beim Auftragen von Hartwachs-Öl sorgt für ein dauerhaft schönes Ergebnis.

Montage, Justage und endgültige Anpassungen

Zum Abschluss des Bauprozesses folgt die Montage der Beschläge und die präzise Ausrichtung der Fronten. In kurzen, klaren Schritten kontrollieren Sie Funktion und Maße, damit das Sideboard dauerhaft sauber läuft.

Topfbänder montieren beginnt mit sauberen Topfbandbohrungen in den Türen. Bohren Sie nach dem gewählten Bohrschema und setzen Sie das Topfband ein. Im Korpus werden die Kreuzplatten in der passenden Höhe angebracht. Beim Einklicken verbinden sich Topfband und Kreuzplatte sicher und formschlüssig.

  • Topfbandbohrungen prüfen und reinigen.
  • Kreuzplatten exakt nach Bohrschema anzeichnen.
  • Topfbänder montieren und Verbindung testen.

Justage Türen erfolgt über die Stellschrauben der Topfbänder. Stellen Sie die Höhe, Tiefe und Seitenlage so ein, dass die Spaltmaße gleichmäßig sind. Nutzen Sie einen Abstandshalter oder eine dünne Leiste als Referenz, um parallelität zu gewährleisten.

  1. Seitliche Ausrichtung mit Stellschrauben korrigieren.
  2. Höhenkorrektur durch Verstellen der Auflage erreichen.
  3. Tiefenanschlag feinjustieren für bündigen Sitz.

Bei der Justage der Schubladen prüfen Sie die Laufwege der Vollauszüge. Schubladen so einstellen, dass Spaltmaße zur Front gleichmäßig bleiben. Gegebenenfalls kleine Zulagen gegen die Seiten setzen, bis die Montagehöhe stimmt.

Die Endkontrolle Möbel ist ein systematischer Check aller Funktionen. Messen Sie Rechtwinkligkeit mit dem Winkel oder einer Quadratlehre. Kontrollieren Sie Spaltmaße an Türen und Schubkästen. Testen Sie Auszüge auf Tragfähigkeit und Laufverhalten unter Last.

  • Rechtwinkligkeit an Schränkenecken prüfen.
  • Spaltmaße mit Lineal an mehreren Punkten messen.
  • Funktionstest: Auszüge belasten und mehrfach öffnen/schließen.

Abschlussarbeiten beinhalten das Einschieben der Bodenplatte und das Verschrauben von unten gegen die Rückwand. Ziehen Sie alle Schrauben noch einmal nach. Glätten Sie Kanten und tragen Sie das finale Finish auf, um Oberfläche und Schutz dauerhaft sicherzustellen.

Fazit

Das Fazit Sideboard fasst die wichtigsten Schritte zusammen: Sorgfältige Planung, exakter Zuschnitt sowie Nuten- und Dübelverbindungen bilden das Fundament. Der Schubkastenbau und die Frontgestaltung entscheiden über Funktion und Optik. Innenausstattung, Füße und Mobilität runden die Nutzung ab.

Wer eine Holzkommode selber machen möchte, profitiert von den richtigen Werkzeugen wie Oberfräse, Handkreissäge mit Führungsschiene, Bohrmaschine und Leimzwingen. Achten Sie auf Herstellerangaben für Schubladenschienen und Topfbänder und arbeiten Sie bei Verleimungen idealerweise zu zweit.

Für das Finish empfiehlt sich Hartwachs-Öl, das die Holzmaserung schützt und, bei Nussbaum, einen matten Glanz erzeugt. Im DIY Möbelbau Abschluss sind Rechtwinkligkeit, Spaltmaße und funktionale Tests entscheidend. Materialkosten variieren; bei Nussbaum-Leimholz können sie bei etwa 2000 Euro liegen.

Verfasst von Redaktion