Die Wahl zwischen Bohrmaschine oder Akkuschrauber? Unterschiede, Einsatz und Kaufberatung sind zentral für erfolgreiche Projekte im Heimwerken und Profi-Handwerk. Vor dem Kauf steht die Frage, ob ein klassisches netzbetriebenes Gerät, ein leichter Akkuschrauber oder ein Kombigerät wie ein Akkubohrschrauber, Schlagbohrschrauber oder Bohrhammer besser passt.
Für Renovierung, Montage oder Bohren in Holz, Metall, Kunststoff sowie in Mauerwerk und Beton beeinflussen Einsatzzweck, Stromversorgung und Leistungsanforderungen die Entscheidung. Wichtige Kriterien sind Volt, Ah, Nm und Drehzahl, aber auch Gewicht und Ergonomie.
Praktisches Zubehör wie Bohrer-Sets, Bits, SDS-Bohrer, Ersatzakkus, Ladegeräte und Komplettsets bestimmt die Alltagstauglichkeit. Moderne Akku-Technologien wie Lithium‑Ion und Akku-Plattformen erklären den Trend zu akkubetriebenen elektrischen Werkzeugen.
Im weiteren Verlauf dieses Ratgebers beleuchten wir Bohrmaschinenarten, Akkuschraubermodelle und geben konkrete Kaufberatung, damit Sie schneller wissen: Welches ist besser für mein Projekt?
Bohrmaschine oder Akkuschrauber? Unterschiede, Einsatz und Kaufberatung
Wer Heimwerken plant, steht oft vor der Frage: Bohrmaschine oder Akkuschrauber? Unterschiede sind nicht nur Fachbegriffe. Sie bestimmen, welches Gerät für Montage, Renovierung oder Profi-Einsatz taugt.

Kurze Einordnung der Begriffe
Die klassische Bohrmaschine ist meist netzbetrieben und ohne Schlagfunktion. Sie eignet sich für Bohren, Senken und Schleifen in Holz und Metall.
Ein Akkuschrauber ist primär für Schraubarbeiten gedacht. Viele Modelle haben kein vollwertiges Bohrfutter und bieten geringes Drehmoment.
Akkubohrschrauber vereinen Bohren und Schrauben. Sie besitzen ein Bohrfutter und variable Drehmomentstufen.
Schlagbohrschrauber bieten zuschaltbare Schlagfunktionen für Mauerwerk. Bohrhammer arbeiten mit elektropneumatischem Schlagwerk für Beton.
Welche Geräte fallen unter Bohrmaschine und Akkuschrauber
- Klassische Bohrmaschine (netzbetrieben ohne Schlag)
- Akkubohrschrauber (universelle Kombigeräte)
- Akkuschrauber (kompakte Schraubwerkzeuge)
- Schlagbohrschrauber und Akkuschlagbohrschrauber
- Bohrhammer und Akkubohrhammer
- Winkelbohrmaschinen für enge Stellen
- Drehschlagschrauber für hohe Schraubkräfte
Warum die Unterscheidung für Heimwerken und Profi-Handwerk wichtig ist
Materialgerecht arbeiten schützt Werkzeug und Werkstück. Holz und Metall erfordern andere Eigenschaften als Mauerwerk oder Beton.
Leistungsanforderungen entscheiden über Akkuspannung, Ah-Wert und Drehmoment. Ein 18‑V-Akkubohrschrauber liefert mehr Kraft als 3,6‑V-Geräte.
Gewicht und Handhabung beeinflussen die Praxistauglichkeit bei langen Einsätzen. Profis bevorzugen leichte Netzgeräte für stationäre Arbeiten.
Sicherheitsfeatures wie Kickback-Control und Drehmomentbegrenzung reduzieren Unfallrisiken. Wirtschaftlichkeit zeigt sich bei Akkuplattformen und Ersatzakkus.
Typenüberblick: Bohrmaschine, Akkubohrschrauber, Schlagbohrschrauber und Bohrhammer
In diesem Abschnitt stelle ich die gängigsten Bohrmaschinenarten vor und zeige Unterschiede sowie typische Einsatzfelder. Kurze Beschreibungen helfen bei der Wahl zwischen klassischen Netzgeräten, mobilen Akkugeräten und kraftvollen Schlagwerken.
Merkmale der klassischen Bohrmaschine
Die klassische Bohrmaschine arbeitet netzbetrieben und bietet keine Schlagfunktion. Sie eignet sich gut für Bohren, Senken und leichte Schleifarbeiten.
Empfohlen wird ein bürstenloser Motor ab etwa 500 W für robusten Heimgebrauch. Metall-Schnellspannfutter, 2‑Gang‑Getriebe, stufenlose Drehzahlregelung sowie Zusatzhandgriff und Tiefenanschlag verbessern die Praxisnutzen.
Akkubohrschrauber als universeller Allrounder
Akkubohrschrauber kombinieren Bohren und Schrauben in einem Gerät. Typische Spannungen liegen zwischen 12 und 18 V, Bohrfutter reichen oft von 1 bis 10 mm, teils bis 13 mm.
Moderne 18‑V‑Modelle erreichen Leistungen nahe an Netzgeräten, zeigen jedoch ein höheres Gewicht durch Akku. Zwei Gänge, Drehmomentkupplung und LED-Leuchte sind Standardfunktionen für präzises Arbeiten.
Schlagbohrschrauber und Akkuschlagbohrschrauber
Diese Geräte nutzen ein mechanisches, axial ausgerichtetes Schlagwerk. Die Schlagfunktion lässt sich zuschalten, um in Mauerwerk, Porenbeton oder Lochziegel zu bohren.
Wichtig sind hohe Schlagzahl und Schlagenergie. Für mobiles Arbeiten sind leistungsstarke Akkus ab 18 V empfehlenswert. Robuste Spannfutter bis 13 mm sorgen für sicheren Halt großer Bohrer.
Bohrhammer / Akkubohrhammer
Bohrhammer arbeiten mit einem elektropneumatischen Schlagwerk, das eine Hubbewegung erzeugt. Durch diese Technik bohren sie effizient in Beton bei geringem Handdruck.
SDS‑Aufnahmen wie SDS‑plus übertragen Kraft direkt auf den Bohrer. Viele Modelle bieten Meißelfunktionen oder einen Drehstopp für Stemmarbeiten. Einige Geräte haben Schnellwechselbohrfutter für Rundschaftbohrer.
Spezialgeräte
Für enge Stellen und spezielle Aufgaben kommen Winkelbohrmaschinen und Winkelschrauber zum Einsatz. Sie ergänzen das Spektrum der Bohrmaschinenarten und lösen Platzprobleme bei Installationsarbeiten.
Einsatzgebiete im Vergleich: Wann welches Werkzeug sinnvoll ist
Ein kurzer Überblick hilft bei der Wahl für verschiedene Arbeiten. Der richtige Einsatz entscheidet, ob ein Akkuschrauber, eine Bohrmaschine, ein Schlagbohrschrauber oder ein Bohrhammer die bessere Wahl ist. Beim Heimwerken und bei kleinen DIY-Projekten reicht oft ein leichter Akkuschrauber aus. Für anspruchsvollere Bohrarbeiten kommen stärkere Modelle zum Einsatz.
Leichte Montage- und Schraubarbeiten: Akkuschrauber
- Ideal für Möbelmontage, Serienverschraubungen und enge Stellen.
- Sehr geringes Gewicht, Modelle wie Bosch IXO zeigen den Vorteil.
- Sechskantaufnahme für Bits sorgt für schnelle Wechsel.
- Bei reinem Schrauben stellt sich die Frage Welches ist besser selten, weil Akkuschrauber praktisch sind.
Bohren in Holz, Metall und Kunststoff: Bohrmaschine oder Akkubohrschrauber
- Akkubohrschrauber (12–18 V) decken die meisten Heimwerken-Aufgaben ab.
- Für größere Bohrdurchmesser und höhere Drehzahlen empfiehlt sich ein Gerät mit 2 Gängen.
- Gang 1 für Schrauben mit hohem Drehmoment, Gang 2 für Bohren mit hoher Drehzahl.
- Bei viel Bohrarbeit in Metall kann eine kabelgebundene Bohrmaschine längere Arbeitszyklen gewährleisten.
Bohrarbeiten in Mauerwerk, Stein oder Beton: Schlagbohrschrauber oder Bohrhammer
- Für Porenbeton, Lochziegel und normales Mauerwerk reicht ein Schlagbohrschrauber.
- Beton und Meißelarbeiten verlangen nach einem Bohrhammer mit SDS‑Aufnahme und hoher Schlagenergie.
- Ein Bohrhammer benötigt weniger Anpressdruck und arbeitet effizienter in harten Baustoffen.
- Bei großen Renovierungen sollte der geplante Einsatz das Kriterium Welches ist besser leiten.
Spezialfälle: Winkelschrauber, Drehschlagschrauber, Meißelarbeiten
- Winkelschrauber und Winkelbohrmaschinen erreichen enge Stellen, die normale Geräte nicht schaffen.
- Akku‑Drehschlagschrauber sind nützlich bei Rad- und Automobilarbeiten wegen hohem Drehmoment und impulsartiger Kraftübertragung.
- Bohrhammer mit Meißelfunktion eignet sich für Fliesenentfernung und leichte Stemmarbeiten.
- Für DIY-Enthusiasten lohnt es sich, Spezialwerkzeuge gezielt anzuschaffen oder zu leihen, je nach geplantem Einsatz.
Kabelgebunden vs. Akkubetrieben: Energielösungen und Praxistauglichkeit
Die Wahl zwischen kabelgebundenen Werkzeugen und Akku-Geräten entscheidet oft über Komfort und Leistung. Netzbetriebe Geräte liefern konstante Power und bleiben leicht, weil kein Akku am Gerät hängt. Akkubetriebene Maschinen bieten mehr Freiheit auf der Baustelle, erfordern aber die richtige Planung von Akkuspannung und Kapazität.
Vorteile von Netzgeräten liegen in der dauerhaften Leistung. Ein Bohrmaschine mit Netzanschluss eignet sich für lange, anspruchsvolle Einsätze und Stationärarbeiten an der Werkbank. Wegen fehlender Batterie ist das Gerät oft leichter und handlicher.
Vorteile von Akkugeräten zeigen sich bei Mobilität und Flexibilität. Moderne Lithium‑Ion‑Akkus bringen Leistung, die nahe an kabelgebundene Geräte herankommt. Auf Baustellen ohne Stromanschluss sind akkubetriebene Modelle unverzichtbar. Zu beachten bleibt das höhere Gerätgewicht durch den Akku und die begrenzte Laufzeit pro Ladung.
Akkuspannung ist ein zentraler Auswahlfaktor. Für einfache Schraubarbeiten genügen kleine Volt‑Klassen ab 4 V. Heimwerker wählen häufig 12 V, Profis setzen meist auf 18 V. Die richtige Spannung beeinflusst Drehmoment und Durchzugskraft.
Kapazität in Amperestunden (Ah) bestimmt die Laufzeit. Für 12‑V‑Geräte sind im Profi‑Einsatz mindestens 4,0 Ah zu empfehlen. Leichtere Plattformen bieten oft 1,5–2,6 Ah für kurze Arbeiten. Wer lange und leistungsintensive Einsätze plant, greift zu 3,0–5,2 Ah Akkus.
Ladezeit und Ersatzakkus sind praktisch relevant. Schnellladegeräte verkürzen Ausfallzeiten. Gewerbliche Anwender legen Wert auf zusätzliche Akkus, damit ein leerer Akku sofort ersetzt werden kann und die Arbeit weiterläuft.
Akku‑Plattformen beeinflussen Kompatibilität und Wirtschaftlichkeit. Systeme wie Bosch Professional oder Makita LXT ermöglichen den Einsatz desselben Akkus in mehreren Geräten. Beim Kauf lohnt es, auf ein stabiles Ökosystem zu achten, um Gewicht und Laufzeit optimal abzustimmen.
- Für stationäre, dauerhafte Leistung: kabelgebunden wählen.
- Für flexible Einsätze ohne Strom: akkubetrieben bevorzugen.
- Bei Unsicherheit: auf Akkuspannung und Kapazität achten und Ersatzakkus planen.
- Langfristig sparen durch durchdachte Akku‑Plattformen und Kompatibilität.
Technische Merkmale: Motor, Drehmoment, Drehzahl und Bohrfutter
Bei elektrischen Werkzeugen entscheidet die Kombination aus Motor, Drehmoment, Drehzahl und Bohrfutter über Einsatzbereich und Effizienz. Wer die Unterschiede kennt, trifft bessere Kaufentscheidungen und arbeitet präziser. Das folgende Kurzkapitel erklärt die wichtigsten technischen Merkmale knapp und praxisnah.
Brushed-Motoren arbeiten mit Kohlebürsten, die verschleißen und Wartung erfordern. Brushless-Motoren verzichten auf Bürsten und bieten höheren Wirkungsgrad, längere Lebensdauer und bessere Laufzeit pro Akkuladung. Profihersteller wie Bosch und Makita setzen bei vielen Akkuschraubern inzwischen auf Brushless-Technik für mehr Dauerleistung.
Drehmoment wird in Newtonmeter (Nm) angegeben und beschreibt die Kraft beim Schrauben. Niedrige Einstellungen schützen weichere Materialien vor Ausriss. Hohe Nm sind nötig für große Schrauben oder zähe Verbindungen. Viele Geräte verfügen über eine Rutschkupplung, mit der das Drehmoment begrenzt und Materialien geschont werden.
Drehzahl und Übersetzung bestimmen, wie schnell oder kraftvoll ein Werkzeug arbeitet. Ein niedriger Gang liefert viel Drehmoment und eignet sich für Anziehen großer Schrauben. Ein hoher Gang erhöht die Drehzahl und eignet sich für Bohren in Holz oder Metall mit kleinen Durchmessern. Bei großen Bohrern ist eine moderate Drehzahl ratsam, um Hitze und Gratbildung zu vermeiden.
Bohrfuttervarianten beeinflussen Handhabung und Einsatz. Schnellspannbohrfutter aus Metall erlauben schnellen Wechsel von Bohrern bis typischerweise 1–13 mm. SDS‑Aufnahmen sind bei Bohrhämmern Standard für Betonarbeiten. Beim Wechsel sind Spindelarretierung oder Sicherungsschraube zu beachten, damit das Bohrfutter sicher sitzt.
- Vorteile Brushless: längere Laufzeit, weniger Wartung, höhere Effizienz.
- Drehmoment nutzen: niedrige Stufen für weiche Werkstoffe, hohe Stufen für große Schrauben.
- Drehzahlwahl: niedrige Drehzahl für hohes Drehmoment, hohe Drehzahl für saubere Bohrungen.
- Bohrfutter: Schnellspann für Alltag, SDS für schwere Betonarbeiten.
Die richtige Abstimmung dieser Merkmale macht elektrische Werkzeuge vielseitig und langlebig. Praxisnahe Einstellungen schützen Werkstücke und verlängern die Lebensdauer des Werkzeugs.
Sicherheits- und Komfortmerkmale: Bedienung, Ergonomie und Schutz
Gute Werkzeuge kombinieren einfache Bedienung mit technischen Schutzfunktionen. In kurzen Abschnitten sehen Sie, welche Ausstattungen die tägliche Arbeit sicherer und angenehmer machen. Die folgenden Punkte helfen beim Vergleich von Modellen für Heimwerker und Profis.
Rechts-/Linkslauf, Drehzahlregelung und Elektronik
Rechts- und Linkslauf ermöglichen Eindrehen und Ausdrehen ohne Umsetzen. Eine stufenlose Drehzahlregelung passt die Drehzahl an Material und Schraubgröße an.
Konstant‑Elektronik sorgt für gleichbleibende Leistung unter Last. Das schützt Bohrer und Werkstück vor unnötigem Verschleiß.
Kickback-Control, Motorbremse und rutschfeste Griffe
Kickback-Control reduziert die Rückschlaggefahr bei verklemmenden Bohrern. Bei plötzlichem Blockieren greift die Elektronik ein und verringert Verletzungsrisiken.
Eine Motorbremse stoppt die Rotation schnell. Das ist wichtig bei Arbeiten über Kopf oder in engen Bereichen.
Rutschfeste Griffe verbessern die Ergonomie und sorgen für sicheren Halt. In Kombination mit Zusatzhandgriffen lässt sich das Gerät besser führen.
LED-Leuchte, Zusatzhandgriff und Tiefenanschlag für präzises Arbeiten
Eine integrierte LED-Leuchte beleuchtet dunkle Stellen und erhöht die Präzision. Gute LEDs schalten verzögert nach und sind hell genug für schmale Bohrlöcher.
Ein Zusatzhandgriff bietet mehr Stabilität bei Schlagbohrmaschinen und Bohrhämmern. Er ist unverzichtbar bei größeren Bohrdurchmessern.
Der Tiefenanschlag sorgt für gleichmäßige Bohrtiefen. Bei Montagearbeiten garantiert er reproduzierbare Ergebnisse und spart Nacharbeit.
- Auf Motorbremse und Sicherheitskupplung achten, besonders bei Überkopfarbeiten.
- Rutschfeste Griffe und Zusatzhandgriff verbessern Bedienkomfort und Ergonomie.
- Kickback-Control ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal für Arbeiten in harten Materialien.
- LED-Leuchte und Tiefenanschlag erhöhen die Genauigkeit bei schlechten Lichtverhältnissen.
Kaufberatung: Kriterien für die richtige Gerätwahl beim Heimwerken und Profi-Einsatz
Vor dem Kauf steht die Frage nach dem Einsatzbereich. Eine klare Kaufberatung hilft bei der Auswahl, wenn Sie wissen, ob es um Möbelmontage, Renovierung oder Betonarbeiten geht. Damit klärt sich schnell, welches Gerät passt und welches Zubehör nötig ist.
Welche Anwendungen planen Sie? (Montage, Renovierung, Betonarbeiten)
Für einfache Montage- und Schraubarbeiten reicht ein kompakter Akkuschrauber. Bei breiteren Bohraufgaben in Holz oder Metall ist ein Akkubohrschrauber oder eine klassische Bohrmaschine sinnvoll. Bei Mauerwerk und Beton empfehlen sich Schlagbohrschrauber oder Bohrhammer.
Leistungsempfehlungen: Volt- und Ah-Bereiche für Heimanwender und Profis
Für Heimwerken sind Akkubohrschrauber mit 12–18 Volt gängig. Profi-Handwerker bevorzugen 18 Volt und höher, weil mehr Reserve für harte Einsätze gegeben ist. Bei der Kapazität gilt: Für kurze Arbeiten reichen 1,5–2,6 Ah. Für längere Einsätze sind 3,0–5,2 Ah empfehlenswert.
Empfohlene Ausstattung: 2-Gang-Getriebe, Drehmomentkupplung, Bohrfuttergröße
Ein 2-Gang-Getriebe bietet Flexibilität bei Drehzahl und Kraft. Eine Drehmomentkupplung schützt Schrauben und Werkstücke. Bohrfutter von 10 bis 13 mm deckt die meisten Anwendungen ab. Bürstenlose Motoren erhöhen die Lebensdauer und Effizienz.
Zubehör, Sets und Ersatzakkus: sinnvolle Ergänzungen
Praktische Ergänzungen sind Bit- und Bohrersets, SDS-Bohrer für Bohrhämmer und ein Ersatzakku. Sets von Marken wie Bosch, Makita oder DeWalt können wirtschaftisch sein und sofortige Einsatzbereitschaft liefern. Schnellladegerät und eine SystemBox runden das Paket ab.
- Prüfen Sie, welches Zubehör im Set enthalten ist.
- Vergleichen Sie Volt- und Ah-Angaben, bevor Sie kaufen.
- Bei Unsicherheit: mehrere Akkuschraubermodelle testen oder im Fachhandel beraten lassen.
Typische Modelle und Modellgruppen: Beispiele für Akkuschrauber und Bohrmaschinen
Die Vielfalt an Akkuschraubermodellen und Bohrmaschinenarten reicht von sehr kompakten Geräten bis zu schweren Bohrhämmern. Im Folgenden finden Sie typische Modellgruppen mit praktischen Daten, Einsatzbereichen und Beispielen aus dem Markt.
Kompakte Akkuschrauber (z. B. 3,6 V-Modelle)
- Beispiele: Bosch IXO, Makita PushDrive.
- Daten: Leerlaufdrehzahlen etwa 200–360 min‑1, Gewicht circa 0,3–0,5 kg.
- Einsatz: Möbelmontage, enge Stellen, Feinarbeiten; Schrauben‑Ø bis rund 5 mm.
- Diese Akkuschraubermodelle sind ideal, wenn Gewicht und Handlichkeit zählen.
Akkubohrschrauber 12–18 V für vielseitige Heimwerkeraufgaben
- Beispiele: Bosch EasyDrill 12 V, Dewalt 18 V UniversalDrill.
- Technische Daten: Drehmoment 30–78 Nm, Bohrfutter 10–13 mm.
- Leistung: 12 V-Modelle reichen für die meisten Heimanwendungen; 18 V liefert Reserven für härtere Aufgaben.
- Bohr‑Ø in Stahl bis etwa 13 mm, Schrauben‑Ø je nach Modell bis 10 mm.
Schlag- und Impact-Modelle für Mauerwerk und schwere Schraubarbeiten
- Beispiele: Bosch EasyImpact 18 V, Makita Impact-Modelle.
- Funktion: Schlagbohrschrauber mit zuschaltbarer Schlagfunktion für Mauerwerk.
- Impact/Drehschlagschrauber bieten hohe Schlagwirkung für Radschrauben und festsitzende Verbindungen.
- Maximales Drehmoment in dieser Klasse liegt oft zwischen 40 und 78 Nm.
Bohrhammerklassen und SDS‑Aufnahmen für schwere Betonarbeiten
- Aufnahme: SDS‑plus ist gängige Wahl für Heimwerker‑Bohrhämmer.
- Leistung: Modelle unterscheiden sich in Schlagenergie; stärkere Bohrhämmer eignen sich für tiefe Bohrungen in Beton.
- Ausstattung: Meißelfunktion, Drehstopp und robuste Getriebe sind typische Merkmale.
- Bohrmaschinenarten hier umfassen Leicht‑Hämmer bis zu professionellen Kombigeräten.
Bei der Auswahl hilft der Abgleich von Aufgaben mit technischen Daten. Kleine 3,6 V‑Akkuschrauber sitzen in der Hand, 12 V/18 V‑Akkubohrschrauber kombinieren Vielseitigkeit und Kraft, Schlag‑Modelle lösen festsitzende Verbindungen, und Bohrhämmer mit SDS‑System bringen Leistung für Beton.
Wartung, Pflege und Tipps zur längeren Lebensdauer von Elektro‑Werkzeugen
Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer Ihrer Geräte merklich. Kleine Routinen wie Reinigen, Sichtkontrollen und das richtige Lagern verhindern Ausfälle und sorgen für sichere Arbeit.
Pflege von Motor, Getriebe und Bohrfutter
Motor und Getriebe bleiben länger intakt, wenn Lüftungsöffnungen staubfrei gehalten werden. Bei Geräten mit Kohlebürsten diese kontrollieren und bei Verschleiß wechseln.
Bohrfutterpflege ist wichtig für genaues Arbeiten. Schnellspannfutter reinigen, leicht schmieren und auf Spiel prüfen.
- Bohrer nach Gebrauch entgraten und trocken lagern.
- Spindelarretierung vor Gebrauch prüfen, SDS‑Bohrer regelmäßig auf Verschleiß kontrollieren.
- Bei ungewöhnlichen Geräuschen Getriebe vom Fachbetrieb prüfen lassen.
Lagerung und Akkupflege
Akkupflege beginnt bei der Lagerung. Lithium‑Ion‑Akkus kühl und trocken aufbewahren, ideal sind 20–60 % Ladung.
Extreme Temperaturen vermeiden. Für lange Arbeitstage Ersatzakkus bereitstellen und Ladegerät getrennt lagern.
- Bei längerer Lagerung Akkus alle paar Monate prüfen und nachladen.
- Schnellladezyklen sparsam einsetzen, bei Bedarf verwenden.
- Auf Herstellervorgaben zu Ladezyklen und Lagerbedingungen achten.
Wann Service oder Ersatzteile sinnvoll sind
Bei verschlissenen Bürsten, Lagerschäden oder Schlagwerkausfall Fachbetrieb einschalten. Eigenreparaturen an Getriebe und Elektronik vermeiden.
Verfügbarkeit von Ersatzteilen wie Bohrfutter, Zahnrädern oder Schaltern vor dem Kauf prüfen. Rechtzeitiger Austausch von Verschleißteilen erhöht die Lebensdauer.
- Serviceintervalle planen, wenn Werkzeug häufig im Einsatz ist.
- SystemBoxen zur Ordnung nutzen und Zubehör sauber getrennt aufbewahren.
- Regelmäßige Pflege minimiert teure Reparaturen.
Fazit
Die Wahl zwischen Bohrmaschine oder Akkuschrauber? Unterschiede, Einsatz und Kaufberatung hängen vor allem vom Anwendungszweck ab. Für reine Schraubarbeiten in Möbeln und engen Bereichen ist ein kompakter Akkuschrauber ideal. Wer vielseitig bohren und schrauben will, greift zu einem Akkubohrschrauber im 12–18‑V‑Bereich.
Für Arbeiten in Mauerwerk, Stein oder Beton sind Schlagbohrschrauber oder ein Bohrhammer mit SDS-Aufnahme die richtige Wahl. Achten Sie bei der Kaufberatung auf Motorart (vorzugsweise brushless), Akkuspannung, Ah‑Wert, Drehmoment und Sicherheitsmerkmale wie Kickback‑Control und Motorbremse.
Nutzen Sie einheitliche Akku‑Plattformen und halten Sie Ersatzakkus bereit. Robust sitzende Bohrfutter, ergonomische Griffe und passende Zubehörsets erhöhen die Praxistauglichkeit. Dieses Fazit hilft Ihnen, im Heimwerken und im professionellen Einsatz das passende elektrische Werkzeug zu finden.
