Holz im Innenbereich schützen: so bleibt die natürliche Oberfläche erhalten

Holz im Innenbereich schützen: so bleibt die natürliche Oberfläche erhalten

Holz im Innenbereich schützen bedeutet, Material und Optik zu bewahren, ohne die warme Ausstrahlung zu verlieren. Diese kurze Anleitung zeigt praxisnahe Wege, wie Sie Holz im Haus erhalten und die natürliche Oberfläche bewahren.

Im Unterschied zur Außenpflege geht es drinnen weniger um Schädlingsbefall und Pilze. Vielmehr stehen Feuchtigkeit, Abrieb, Flecken und UV-Einfluss im Fokus. Wer Holz im Innenbereich schützen will, wählt gezielt Produkte und Techniken, die die natürliche Oberfläche bewahren.

Gängige Holzpflege Tipps reichen von Ölen über Wachse und Hartwachsöl bis zu Lasuren und Lacken. Diese Produkte unterscheiden sich in Eindringverhalten, Optik und Schutzwirkung. Die Auswahl hängt von der Nutzung ab: Möbel, Fußboden oder Küchenarbeitsplatten benötigen unterschiedliche Ansätze.

Bei der Produktwahl beachten Sie unbedingt Zulassungen für Innenräume, VOC-Angaben und mögliche Siegel. So schützen Sie nicht nur das Holz, sondern auch die Raumluft und Gesundheit.

In den folgenden Abschnitten finden Sie detaillierte Hinweise zur Auswahl des Mittels, Vorbereitung, Anwendung, Alltagspflege, ökologischen Aspekten und Lösungen für spezielle Schäden. Die hier beschriebenen Holzpflege Tipps helfen, Holz im Haus erhalten und die natürliche Oberfläche nachhaltig zu bewahren.

Holz im Innenbereich schützen: so bleibt die natürliche Oberfläche erhalten

Holz im Wohnbereich verlangt gezielte Pflege, damit Strukturen und Farbe langfristig erhalten bleiben. Richtiges Vorgehen hilft, die Holzoberfläche schützen zu lassen, die Lebensdauer zu verlängern und spätere Aufarbeitungen zu vermeiden. Die folgenden Abschnitte geben eine knappe Holzpflege Anleitung und erklären, worauf beim Holzschutz im Innenraum zu achten ist.

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Holz bleibt anfällig gegenüber Feuchtigkeit, Abrieb und Hitze. Ohne Schutz quillt es, Fasern heben sich und die Oberfläche wirkt rau.

UV-Strahlung bleicht Holz aus und führt zu ungleichmäßiger Farbveränderung. Ein passender Innenanstrich reduziert Nacharbeit und erhält die Optik.

Ungeeignete Produkte mit starken Lösungsmitteln können Raumluft und Gesundheit belasten. Deshalb zahlt sich eine fundierte Holzpflege Anleitung aus.

Unterschiede zwischen Innen- und Außenholzpflege

Außenholz braucht vor allem Schutz gegen Wasser, Pilze, Insekten und UV. Innenholz verlangt andere Eigenschaften.

Im Innenraum sind atmungsaktive Systeme sinnvoll. Sie erhalten das Raumklima und vermeiden unangenehme Ausdünstungen.

Produkte für drinnen sollten auf den Untergrund abgestimmt sein. Parkett, Massivholz und furnierte Möbel reagieren unterschiedlich auf Öle, Wachs oder Lacke.

Welche Schäden im Innenraum typischerweise auftreten

  • Kratzer durch Möbel, Haustiere oder Schmutzpartikel.
  • Flecken durch Flüssigkeiten, Öl oder Weichmacher von Textilien.
  • Verfärbungen durch direkte Sonneneinstrahlung.
  • Aufgeraute Fasern durch Feuchtigkeitswechsel und ungleichmäßiges Trocknen.
  • Hitzeempfindliche Stellen, etwa von heißen Tassen auf gewachsten Flächen.

Feuchtigkeit führt zu Quellung und rauer Oberfläche. Falsche Produktwahl kann die Oberfläche zwar kurzfristig schützen, langfristig jedoch Probleme verursachen.

Informieren Sie sich vor dem Kauf über Material und Pflegebedarf. So vermeiden Sie Mischbehandlungen, die Optik und Substanz schädigen können.

Auswahl des richtigen Holzpflegemittels für Innenräume

Die Wahl des passenden Produkts hängt von Nutzungsintensität, Holzart und gewünschter Optik ab. Im Folgenden werden gängige Holzpflege Produkte erklärt, damit Sie fundierte Entscheidungen treffen können.

Öle: Wirkung, Vor- und Nachteile

Holzöl dringt tief in das Holz ein und betont die Maserung. Die Oberfläche fühlt sich samtig an und bleibt diffusionsfähig, was das Raumklima positiv beeinflusst.

Holzöl dunkelt meist etwas nach und bietet nur begrenzten Feuchteschutz. Möbel in Wohnräumen brauchen je nach Beanspruchung Nachbehandlung alle paar Monate bis zu zwei Jahren. Bei Produkten auf Leinölbasis sollten Herstellerangaben zu Zusatzstoffen beachtet werden.

Wachse und Hartwachsöl: Eigenschaften und Einsatzbereiche

Wachse erhalten die natürliche Farbe und schaffen eine glattere, wasserabweisende Oberfläche. Sie sind besonders geeignet für Möbel, weniger für stark beanspruchte Böden.

Hartwachsöl vereint Öl und Wachs. Diese Kombiprodukte liefern bessere Feuchtigkeitsresistenz als reines Öl und sind bei Holzböden verbreitet. Die Anwendung erfolgt häufig in mehreren Schichten, Pflegeintervalle variieren je nach Produkt und Nutzung.

Lasuren und Lacke: Wann sie sinnvoll sind

Lasuren dringen teilweise ein und erhalten die Maserung bei gleichzeitiger Farbgebung. Sie bieten mäßigen Schutz gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung.

Lacke bilden eine geschlossene Schicht, schützen zuverlässig gegen Abrieb, Feuchtigkeit und UV. Durch die geschlossene Oberfläche ist das Holz nicht mehr atmungsaktiv. Lacke sind langlebig, erfordern bei Beschädigung aber meist Abschleifen und Neuauftrag.

Siehe auch  Holz beizen: Farbtöne verändern und Oberfläche vorbereiten

Neue Technologien (molekulare Bindung, z. B. Rubio Monocoat)

Rubio Monocoat verbindet sich molekular mit den Zellulosefasern des Holzes und schützt bereits mit einem Anstrich. Es entsteht keine sichtbare Filmbildung und die Oberfläche bleibt atmungsaktiv.

Vorteile sind hohe Ergiebigkeit, einfache Pflege und geringe Emissionen. Industrielle Entwicklungen wie LED-Trocknung und flammhemmende Systeme erweitern Anwendungsmöglichkeiten für moderne Holzpflege Produkte.

  • Holzpflege Tipps: Auf Herstellerangaben achten und Probe an unauffälliger Stelle durchführen.
  • Holzpflege Tipps: Bei stark beanspruchten Flächen zu Hartwachsöl oder Lack greifen.
  • Holzpflege Tipps: Reinigungs- und Pflegeintervalle nach Nutzung anpassen.

Holzoberfläche schützen ohne natürliche Optik zu verlieren

Bei der Innenbehandlung steht oft das Ziel im Vordergrund, die natürliche Oberfläche bewahren zu können und zugleich Schutz gegen Feuchtigkeit und Abrieb zu erreichen. Die Wahl des Produkts richtet sich nach Optikwunsch und Nutzungsintensität. Im folgenden Abschnitt werden praktische Vor- und Nachteile erläutert, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Warum Klaröl oder Klarlack bevorzugt werden kann

Klaröl erhält Maserung und natürliche Haptik. Es dringt ins Holz ein, dunkelt leicht nach und lässt das Material atmen. Das verbessert die Feuchtebalance im Raum und hilft, die natürliche Oberfläche bewahren zu können.

Klarlack bildet eine filmartige Schicht mit sehr guter Beständigkeit gegen Flüssigkeiten und Abrieb. Die Maserung bleibt sichtbar, die Oberfläche wird jedoch glatter und pflegeleichter. Die Wahl zwischen Klaröl und Klarlack hängt vom Prioritätenmix aus Optik und Beanspruchung ab.

Hartöl vs. Wachs: Optik, Haptik und Schutzwirkung

Hartwachsöle verbinden die tiefe Eindringung von Ölen mit dem filmgebenden Effekt von Wachsen. Das Ergebnis ist eine natürliche Optik mit verbessertem Schutz gegen Feuchtigkeit verglichen mit einfachem Öl.

Reines Wachs bewahrt Farbe und erzeugt eine matte bis seidige Haptik. Es fühlt sich warm an, erfordert aber häufiger Auffrischung und reagiert sensibler auf Hitze und starke Beanspruchung. Bei der Abwägung Hartöl vs Wachs spielt der gewünschte Pflegeaufwand eine große Rolle.

Diffusionsoffene Systeme und Einfluss auf das Raumklima

Diffusionsoffen formulierte Produkte wie viele Öle und Wachse erlauben dem Holz, weiter Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben. Dieser Austausch trägt zu einem ausgeglicheneren Raumklima bei, was in Schlafzimmern und Wohnräumen besonders vorteilhaft ist.

Geschlossene Systeme unterbinden den Feuchteaustausch. Das kann in stark beanspruchten Bereichen sinnvoll sein, reduziert aber die natürliche Funktion des Holzes. Wer das Raumklima verbessern möchte, wählt eher diffusionsoffen arbeitende Produkte.

Zur Entscheidung: Priorisieren Sie natürliche Optik, Haptik und Raumklima, wenn Sie diffusionsoffen und ölige oder wachsartige Systeme favorisieren. Legen Sie hohen Wert auf Abrieb- und Flüssigkeitsresistenz, empfiehlt sich in vielen Fällen Klarlack.

Vorbereitung: Reinigung und Schleifen vor der Behandlung

Gute Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis jeder Holzpflege Anleitung. Vor dem Auftragen von Öl, Wachs oder Lack gehören Reinigung, Trocknung und das passende Schleifen zur Pflicht. Kurzzeitige Fehlbehandlung führt schnell zu Haftungsproblemen oder unsauberer Oberfläche.

Richtiges Anschleifen unterscheidet sich je nach Untergrund. Bei unbehandeltem oder bereits geöltem Holz genügt leichtes Anrauen mit feinem Schleifpapier, damit das neue Pflegeprodukt anzieht. Furnierte Flächen brauchen besondere Sorgfalt, damit das Furnier nicht durchgeschliffen wird. Lackierte Flächen verlangen intensiveres Schleifen bis zum Tragen des Untergrunds.

Beim Schleifen Holz in mehreren Schritten bearbeiten: Grobes Korn zum Entfernen alter Schichten, dann mittlere Körnung und zum Abschluss feines Korn für eine gleichmäßige Oberfläche. Immer in Faserrichtung schleifen, Staub zwischen den Durchgängen entfernen und Schutzbrille sowie Staubmaske tragen.

Holz reinigen beginnt mit trockenem Abwischen bei leichten Verschmutzungen. Hartnäckigen Schmutz mit nebelfeuchtem Tuch und milder Seifenlösung lösen und anschließend gut trocknen lassen. Staubreste mit dem Staubsauger aufnehmen, keine Mikrofasertücher bei öliger Vorbehandlung verwenden.

Entfettung ist bei Küchenmöbeln und stark beanspruchten Flächen wichtig. Spezielle Entfetter nach Herstellerangaben anwenden, gründlich nachwischen und Trocknungszeiten beachten. Üblich sind etwa 24 Stunden Trockenzeit vor dem nächsten Arbeitsschritt, genaue Zeiten stehen auf dem Produkt.

Beim Abwägen alte Beschichtungen entfernen versus nur anrauen gilt: Öl oder Wachs auf Lack aufzubringen bringt schlechte Haftung. Deshalb alte Lackschichten vollständig entfernen, wenn ein Wechsel auf Öl oder Wachs geplant ist. Bei geölten oder unbehandelten Flächen reicht meist das Anrauen, um neue Schichten aufzunehmen.

  • Bei furnierten Möbeln Kanten besonders schonend schleifen.
  • Keine Mikrofasertücher bei ölbasierten Anwendungen verwenden.
  • Staubfrei, trocken und fettfrei arbeiten vor jedem Auftrag.
  • Beim Schleifen Holz stets Atemschutz und Schutzbrille tragen.
Siehe auch  Holz mit Wachs behandeln: Vorteile, Vorbereitung und richtige Technik

Anwendungsanleitung für die wichtigsten Pflegemittel

Gute Vorbereitung und die passende Technik entscheiden über das Ergebnis bei Holzpflege Produkten. Kurze Schritte, richtige Werkzeuge und das Beachten von Herstellerangaben verkürzen die Arbeit. Im folgenden finden Sie praxisnahe Anleitungen für Öl, Wachs, Lasur und Lack.

Holzöl auftragen: Schritt-für-Schritt und Pflegeintervalle

Vor dem Auftragen muss die Oberfläche sauber, trocken und leicht angeschliffen sein. Groben Staub entfernen, feine Körnung wählen und mit einem Tuch abwischen.

  • Öl dünn mit fusselfreiem Baumwolltuch oder Qualitätspinsel auftragen.
  • Eindringen lassen, nach 10–20 Minuten überschüssiges Öl abnehmen.
  • Je nach Produkt 1–2 Schichten aufbringen. Bei Rubio Monocoat-artigen Systemen reicht oft eine Schicht.

Pflegeintervalle richten sich nach Nutzung: Möbel etwa jährlich, Fußböden je nach Beanspruchung alle 6–36 Monate. Herstellerangaben zu Trocknung und Aushärtung strikt beachten.

Wachs auftragen und polieren: Technik und Hinweise

Wachs ist fest. Daher kräftig einreiben, damit das Wachsbalsam oder die Paste gut in die Poren gelangt. Kleine Flächen testen, um Glanz und Haptik einzuschätzen.

  • Wachs mit Holz- oder Baumwollpad in kreisenden Bewegungen auftragen.
  • Nach Einziehen mit weichem Tuch oder Poliermaschine nacharbeiten.
  • Polieren so lange wiederholen, bis der gewünschte seidige bis matte Glanz erreicht ist.

Auf Tischplatten auf Wärmeempfindlichkeit achten und bei Bedarf hitzeschützende Unterlagen nutzen. Überschüsse gründlich entfernen, damit keine klebrige Schicht bleibt.

Lasur und Lack: Pinsel, Rolle, Sprühauftrag und Trocknungszeiten

Lasuren sind für farbige und offenporige Schichten geeignet. Bei der Lasur Anwendung sind Pinsel, Kurzflorrolle oder Sprühgerät je nach Fläche ratsam.

  • Lasur meist 1–2 Schichten; Trocknungszeiten zwischen den Anstrichen beachten.
  • Lacke benötigen oft mehrere Anstriche; Zwischenschliff für gute Haftung empfohlen.
  • Qualitätspinsel, Kurzflorrolle oder Sprühgerät verwenden, um gleichmäßige Schichten zu erzielen.

Lack Trocknungszeiten variieren stark. Viele Produkte sind nach etwa 24 Stunden begehbar. Vollständige Aushärtung kann länger dauern. Auf VOC-Emissionen achten und für gute Belüftung sorgen.

Praxis-Tipps: Nicht ohne komplette Entfernung alte Systeme mischen. Vorab immer an unauffälliger Stelle testen. Holzpflege Produkte nach Anleitung einsetzen, dann halten Oberfläche und Optik länger.

Alltagsschutz und Pflege von Holzmöbeln und Fußböden

Regelmäßige Pflege erhält die Ausstrahlung von Holz und sorgt dafür, dass Möbel und Böden lange funktional bleiben. Wer Möbel aus Holz pflegen will, sollte einfache Routinen einhalten. Ein weiches Staubtuch täglich entfernt Schmutz. Bei sichtbaren Verschmutzungen reicht ein nebelfeuchtes Tuch, danach muss die Fläche gut trocknen. Aggressive Reiniger und Scheuermittel vermeiden, Parkettreiniger nach Herstellerangaben nutzen.

Regelmäßige Reinigung ohne Beschädigung der Oberfläche

Staubwischen verhindert Kratzbildung durch Schmutzpartikel. Flüssiges Reinigen nur bei Bedarf und mit passenden Mitteln für geölte, gewachste oder lackierte Flächen. Bei geölten Oberflächen keine fettlösenden Lösungsmittel verwenden. Nach jeder Reinigung kurz prüfen, ob die Holzoberfläche schützen ist noch gewährleistet.

Umgang mit verschütteten Flüssigkeiten, Hitze und Abrieb

Verschüttetes sofort aufnehmen, besonders auf unbehandelten und geölten Flächen. Länger einwirkende Flüssigkeit hinterlässt Ränder und Verfärbungen. Heiße Töpfe und Tassen können Wachs und manche Öle angreifen, daher Untersetzer verwenden. Abrieb durch Schuhe und Möbel ziehen sich nicht nur optisch bemerkbar, er führt zu Materialverschleiß. Filzgleiter unter Stuhlbeinen und Fußmatten an Eingängen reduzieren Belastung.

Nachbehandlung: Wann und wie oft nachgeölt oder nachgewachst werden sollte

Die Nachbehandlung Holz richtet sich nach Nutzung. Möbel sind meist weniger beansprucht als Böden. Für Tischen und Sideboards reicht bei normaler Nutzung etwa einmal jährlich Nachölen. Stark genutzte Oberflächen wie Küchenarbeitsplatten oder Esstische benötigen häufiger Pflege.

Bei Böden variiert das Intervall stark: von sechs Monaten bis drei Jahren, abhängig von Beanspruchung und eingesetztem Produkt. Hartwachsöl verlängert Pflegeintervalle gegenüber einfachem Öl. Sichtprüfung hilft: matte Stellen, Verblassen oder wenn Wasser nicht mehr abperlt, ist Nachbehandlung fällig.

  • Ölbehandelte Möbel: ca. 12 Monate, bei starker Nutzung früher.
  • Parkett mit Öl/Hartwachsöl: je nach Verkehr 6–36 Monate.
  • Gewachste Flächen: bei mattem Glanz nachpolieren.
  • Lackierte Flächen: Nachbehandlung selten, bei Beschädigung meist abschleifen und neu lackieren.
Siehe auch  Geöltes Holz pflegen: so bleibt die Oberfläche dauerhaft schön

Richtige Nachbehandlung verbessert die Haltbarkeit. Vor dem Nachölen Oberfläche reinigen und leicht anschleifen, um Haftung zu sichern. Nach der Behandlung gut lüften und Trocknungszeiten beachten. Wer Möbel aus Holz pflegen will, erreicht so, dass die Holzoberfläche schützen bleibt und lange schön wirkt.

Gesundheitliche und ökologische Aspekte bei Innenbehandlung

Beim Holz im Innenbereich schützen geht es nicht nur um Optik. Entscheidend sind Atemluft, Raumklima und Umweltbelastung. Die Wahl der richtigen Holzpflege Produkte beeinflusst Emissionen, Haltbarkeit und Alltagssicherheit.

Achten auf Produkte mit geringen Ausdünstungen

Beim Kauf auf VOC-Angaben und Zertifikate wie Blauer Engel oder EMICODE achten. Viele Lacke und manche Pflegemittel enthalten hohe VOC-Werte. Solche Produkte riechen stark und können empfindliche Personen belasten.

Herstellerangaben prüfen und nach emissionsarmen Alternativen suchen. Rubio Monocoat etwa wirbt mit molekularer Bindung und 0% VOC, was für Innenräume vorteilhaft ist.

Natürliche Pflegemittel: praktische Optionen

Leinöl ist eine klassische Basis für Holzöle. In Kombination mit Bienenwachs entsteht eine schützende, lösungsmittelfreie Oberfläche. Solche Mittel sind oft schonender für Raumluft und Umwelt.

Selbstgemachte Polituren lassen sich einfach herstellen: etwa 100 ml Leinöl mit 20 g Bienenwachs im Wasserbad schmelzen. Das Ergebnis pflegt Holz seidig und reduziert chemische Zusatzstoffe.

Sicherheitsmaßnahmen beim Auftragen

Beim Arbeiten stets gut lüften und Schutzhandschuhe tragen. Ölgetränkte Lappen können sich durch Selbstentzündung entzünden. Lappen gebündelt in Metallbehälter legen oder flach zum Trocknen ausbreiten.

  • Atemschutz bei Lackarbeiten verwenden und auf Absaugung achten.
  • Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.
  • Herstellerangaben für Entsorgung und Lagerung beachten.

Ökologische Holzpflege Produkte belasten die Umwelt bei Herstellung und Nutzung oft weniger. Trotzdem sollten Inhaltsstoffe kontrolliert werden, weil manche Trocknungsbeschleuniger hinzugefügt werden.

Besondere Situationen und Problemlösungen

Holzflächen zeigen im Alltag spezifische Probleme. Kleine Makel lassen sich oft ohne komplettes Abschleifen beheben. Bei ernsteren Schäden lohnt es sich, die Ursache zuerst zu ermitteln und dann gezielt zu handeln.

Flecken, Kratzer und Ausbesserungen ohne großflächiges Abschleifen

Kleine Kratzer ausbessern geht schnell mit Möbelstiften in passendem Farbton oder Wachs-Pastillen, die Kerben auffüllen. Bei geölten Flächen lokal nachölen, um Farbton und Schutz wiederherzustellen. Größere Stellen partiell anschleifen und punktuell nachbehandeln.

Vermeiden Sie das Überlackieren geölter Flächen ohne vorheriges Anschleifen. Spezielle Reparatursets von Herstellern wie Osmo oder Rubio Monocoat helfen bei Farbanpassung und liefern professionelle Ergebnisse.

Feuchtigkeitsschäden in Innenräumen erkennen und beheben

Typische Anzeichen für Feuchtigkeitsschäden Holz sind aufgerauhte Fasern, Verfärbungen, Verformungen oder Schimmelbildung. Prüfen Sie zuerst die Ursache: undichte Rohre oder hohe Raumfeuchte können verantwortlich sein.

Nachdem die Ursache behoben ist, Flächen langsam trocknen lassen. Aufgeschwemmte Fasern leicht anschleifen und neu behandeln. Bei tiefen Schäden oder bei Schimmelbefall empfiehlt sich ein Fachbetrieb, etwa ein Schreiner oder Restaurator.

Umgang mit stark beanspruchten Flächen (Küche, Bad, Flur)

Für stark beanspruchte Flächen Holzpflege sollte auf dauerhaften Schutz setzen. In Küche, Bad und Flur sind Lacke oder hochwertige Hartwachsöl-Systeme oft robuster gegen Spritzwasser und Abrieb.

Öle und Wachse eignen sich nur bedingt in Bereichen mit starker Nässe. Dort bieten wasserabweisende oder LED-härtende Systeme besseren Schutz. Zusätzliche Maßnahmen wie Filzgleiter, Fußmatten und hitzebeständige Unterlagen reduzieren Schäden im Alltag.

  • Bei permanenter Beanspruchung zertifizierte Produkte wählen.
  • Flüssigkeiten sofort entfernen, um Flecken Holz und Aufquellen zu verhindern.
  • Regelmäßige Pflegeintervalle verlängern die Lebensdauer der Oberfläche.

Fazit

Die natürliche Oberfläche bewahren heißt, richtig vorzubereiten, das passende Produkt zu wählen und regelmäßig zu pflegen. Wer Holz im Innenbereich schützen möchte, kombiniert Reinigung und Schleifen mit einer gezielten Entscheidung zwischen Öl, Wachs, Hartwachsöl, Lasur oder Lack. Auch moderne Systeme mit molekularer Bindung bieten eine interessante Alternative für geringere VOC-Werte und einfache Anwendung.

Für Möbel aus Holz pflegen gilt: diffusionsoffene Systeme wie Öl oder Wachs erhalten Haptik und Raumklima. Bei stark beanspruchten Flächen empfiehlt sich ein Hartwachsöl oder ein robuster Lack. Molekulare Bindungsprodukte schließen die Lücke, wenn Schutz und natürliches Aussehen gleichermaßen wichtig sind.

Praktische Holzpflege Tipps sind einfach: Herstellerangaben und Zertifikate beachten, gründlich reinigen, richtig schleifen und regelmäßige Nachbehandlung durchführen. Auf diese Weise lässt sich Holz im Haus erhalten und die Lebensdauer von Innenholz deutlich verlängern.

Verfasst von Redaktion